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»Kalaschnikow« fürs Kunstmuseum

Kalaschnikow H. F. Müller
Singens Oberbürgermeister Bernd Häusler, der Künstler Harald F. Müller, Heide Palmer (RP Freiburg, Referat 23) und Klemens Ficht (Regierungsvizepräsident, RP Freiburg), sowie Museumsleiter Christoph Bauer (von links) bei der Übergabe des Kunstwerks. swb-Bild: Stadt Singen

Regierungspresidium übergibt Kunstwerk von Harald F. Müller

Singen. Mit der Übergabe des Kunstwerkes KALASCHNIKOW (2015, C-Print, Diasec auf Alucore, 240 x 240 x 15 cm) von Harald F. Müller als Dauerleihgabe an die Stadt Singen unterstützt das Regierungspräsidium Freiburg einmal mehr die Sammlungsstrategie und den Sammlungsbestand des Kunstmuseums Singen. Regierungsvizepräsident Klemens Ficht übergab das Kunstwerk diese Woche im Rahmen eines Pressetermins an Bernd Häusler, Oberbürgermeister der Stadt Singen (Hohentwiel). Bereits in den vergangenen Jahren hat das Kunstmuseum Singen auf gezielte Anfragen hin zahlreiche Kunstwerke aus dem Bestand des Regierungspräsidiums Freiburg als Leihgaben erhalten, darunter auch Werke von Max Ackermann, Otto Dix, Erich Heckel, Curth Georg Becker, Jean Paul Schmitz oder Walter Herzger.

Stärkung für die Sammlungsschwerpunkte

Gestärkt wurden damit die Sammlungsschwerpunkte >Künstler der Höri< und – mit Arbeiten von Ralph Fleck, Markus Daum, Robert Schad oder Alfonso Hüppi – >Kunst aus dem deutschen Südwesten<. Unter den Leihgaben sind auch Gemälde, Zeichnungen oder Druckgraphiken, die seit den 1950er Jahren aus den legendären >Singener Kunstausstellungen< oder aus Ausstellungen der Stadt oder des Kunstvereins Singen angekauft wurden. Handelte es sich dabei einst um Werke der eigenen Zeit, mit deren Ankauf die Künstler auf der Bodenseehalbinsel Höri, aus dem Hegau oder am westlichen Bodensee innerhalb der >Grenzen< des Regierungspräsidiums unterstützt und das Engagement der kunstvermittelnden Institutionen in der Region befördert wurden, so haben wir es heute um zum Teil wertvolle, zum Teil empfindliche kunsthistorische Werke, deren Verwendung als sogenannter >Ämterschmuck< aus kunstwissenschaftlichen und konservatorischen Gründen nicht länger angeraten ist.

An dieser Stelle übernimmt das Museum die konservatorische Pflege und restauratorische Aufbereitung der überlassenen Leihgaben, die sich schlüssig in die Sammlungs- und Ausstellungskonzeption des Kunstmuseum Singen einfügen. So sind auch in der aktuellen Jubiläumsausstellung fünf Leihgaben des Regierungspräsidiums ausgestellt.

Gezielt als Dauerleihgabe angeschafft

Die konzeptuelle Fotoarbeit KALASCHNIKOW von Harald F. Müller stellt ein Novum dar, da es sich um den ersten Ankauf des Regierungspräsidiums Freiburg handelt, der gezielt und sofort als Dauerleihgabe an das Kunstmuseum Singen geht. Der Ankauf anerkennt die künstlerische Arbeit des Künstlers Harald F. Müller, der mit seinem im Singener Industriegebiet neu eingerichteten Atelier >stratozero< die Kunst in Singen und die Kunstvermittlung des Kunstmuseums Singen stärkt. Das Kunstmuseum Singen freut sich, mit dieser Arbeit den Sammlungsschwerpunkt >Zeitgenössische Kunst aus der Euregio Bodensee< erweitern und den eigenen Bestand an Arbeiten Harald F. Müllers abrunden zu können. Bis zum 13. September 2020 zeigt das Kunstmuseum Singen das Kunstwerk in der vom Künstler eingerichteten Präsentation und im Rahmen seiner Jubiläums-ausstellung >30. Jahre. Kunstmuseum Singen.< im Foyer des Museums.

Die prominente Präsentation unterstreicht den Stellenwert, den das Museum dieser Dauerleihgabe in seiner Sammlungskonzeption zumisst. Das Kunstmuseum Singen ist eines der wenigen Häuser, das zwischen dem Bodensee und Freiburg i. Br. konzeptuelle Kunst mit Fotografie sammelt und ausstellt. Weitere Informationen zum Kunstwerk gibt es unter: www.kunstmuseum-singen.de auf der Seite: Ausstellungen aktuell.

Wochenblatt @: Dominique Hahn