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Kirchenorgel wird gründlich restauriert

Orgelsanierung Mindersdorf St. Oswald
Orgelrestaurator Wolfgang Brommer und der Hohenfelser Bürgermeister Florian Zindeler vor der Mindersdorfer Kirchenorgel, die zur Zeit saniert wird. swb-Bild: ver

Orgel der Dorfkirche im Hohenfelser Ortsteil Mindersdorf wird derzeit saniert

Hohenfels-Mindersdorf. In der Kirche St. Oswald in Mindersdorf sind derzeit Arbeiten zu Gange: die Orgel muss saniert werden. Darum kümmert sich die Orgelbaufirma Jäger und Brommer aus Waldkirch. Im Rahmen einer Untersuchung im Jahr 2018 war die Bildung von Schimmel und Bleizucker aufgefallen, sodass die Angelegenheit dem Gemeinderat vorgelegt wurde, wie Bürgermeister Florian Zindeler bei einem Pressegespräch erklärte.

Die Gemeinde sei für den Kirchturm und für die Orgel zuständig und da es sich hierbei um »eine Herzensangelegenheit« handele, stimmte das Gremium einer Restauration zu. Der Kostenvoranschlag liege bei einem fünfstelligen Betrag. Die Orgel selbst wurde im Jahr 1997 gebaut, das Gehäuse stammt aus dem Jahr 1890, wie Orgelbauer Wolfgang Brommer erläuterte. Dabei sei die Orgel insgesamt in einem guten Zustand und handwerklich stabil gebaut, betont er. Die Orgel sei eigens für die Mindersdorfer Kirche gebaut worden, das Gehäuse war in der katholischen Kirche am Schluchsee zuhause.

Durch die hohe Luftfeuchtigkeit in der Kirche habe sich mit der Zeit Bleizucker abgelagert, das nun im Zuge der Sanierung entfernt wird, erklärt Brommer. Auch werden die insgesamt 1042 Pfeifen gereinigt und die bestehenden Pulpetten durch welche aus Edelstahl ersetzt werden. Die Wartung der Orgel dauert bis zu vier Wochen. Eine gründliche Sanierung ist im Schnitt alle 20 bis 25 Jahre notwendig, so der Orgelbauer weiter, dann sollte eine Orgel über rund 100 Jahre halten. Die Pfeifen bestehen aus Holz oder einer Zinn-Blei-Legierung, denn dadurch bleiben die Pfeifen biegsam, was gerade beim Stimmen eine große Rolle spielt.

Mit jeweils 18 Registern und Klangfarben sowie zwei Klaviaturen ist die Orgel von besonderer Qualität, weiß Wolfgang Brommer. Und: die Orgel ist seit Kurzem auf der »deutschen Orgelstraße« gelistet, ein Kulturnetzwerk, das Orgelmusik fördern will. Und auch die Gemeinde Hohenfels möchte sich für den Erhalt der Orgelmusik einsetzen, denn die Kirche sei ein wichtiger Teil des Gemeindelebens, so Zindeler und hofft, dass bald wieder Orgelkonzerte stattfinden können.

Wochenblatt @: Graziella Verchio