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Kommunale Kita-Kooperation auf das Land übertragen

Landeselternbeirat
Die Landeselternvertretung baden-württembergischer Kindertageseinrichtungen und Ministerin Dr. Eisenmann beim Antrittsbesuch (von links): Susanne Pantel, Annika Klotz, Claus Mellinger, Anne Henchen, Maria Tiede, Ministerin Dr. Susanne Eisenmann, Stéphane Lacalmette, Oliver Ruhmann, Juliane Behn, Dr. Stefan Reip. Bildquelle: LEBK-BW

Antrittsbesuch des neuen Kita-Landeselternbeirat bei der Kultusministerin

Stuttgart. Kultusministerin Dr. Eisenmann und die Mitglieder der neu gegründeten Elternvertretung für Kitas im Land (LEBK-BW) trafen sich am letzten Freitag im Kultusministerium zum ersten Informationsaustausch. Ministerin Dr. Eisenmann nutzte das Treffen, um sich bei den Eltern für ihren außerordentlichen Einsatz während der coronabedingten Kita-Schließungen in der Zeit ab Mitte März zu bedanken. Die Ministerin „begrüßt es außerordentlich“, dass sich diese landesweite Vertretung etabliere, in der sich Gesamtelternbeiräten der Städte Filderstadt, Freiburg, Radolfzell, Reutlingen, Singen, Stuttgart und Tübingen im Mai als Vorstand zusammengeschlossen haben. Mittlerweile wird die Landeselternvertretung von zahlreichen örtlichen Gesamtelternbeiräten mitgetragen.

In dem ersten gemeinsamen Spitzentreffen wurde auch der Stellenwert von Kindertageseinrichtungen als Orte frühkindlicher Bildung betont, die Notwendigkeit, Kindern die Teilhabe an Bildungsangeboten zu gewährleisten und diese auch im Falle einer zweiten Pandemiewelle aufrechtzuerhalten. Dr. Susane Eisenmann sprach sich dabei klar gegen erneute flächendeckende Schließungen von Kindertageseinrichtungen und Schulen aus. „Wir sind hier einen großen Schritt weiter,“ stellten die Elternvertreter und die Ministerin gemeinsam fest. „Wir haben in vielen Arbeitskontakten mit den lokalen Gesundheitsämtern und auf Landesebene ein Stufenkonzept entwickelt, um mit Augenmaß und möglichst immer nur mit lokalen Maßnahmen auf die Pandemie zu reagieren“. Dies sei wichtig, um den berechtigten Interessen der Kinder und ihrer Eltern gerecht zu werden. 

Die LEBK-BW nutzte den Termin darüber hinaus, um die komplexe Arbeit mit den Trägern und Einrichtungen vor Ort vorzustellen. In den Kommunen wird die Zusammenarbeit von Verwaltung, Trägern und Eltern als Erfolgsmodell erlebt, dies wollen Kultusministerium und die Elternvertreterinnen und Elternvertreter nun auch auf Landesebene nutzen. „Wir Elternvertreterinnen und Elternvertreter können die Expertise dazu beisteuern. Dazu benötigen wir aber auch die Unterstützung der Politik“, so die LEBK-BW. Die Ministerin und die LEBK-BW vereinbarten einen weiteren Ausbau der gemeinsamen Zusammenarbeit, einen regelmäßigen Austausch und die Notwendigkeit, das Wissen und die Erfahrungen der Elternschaft aus den Gemeinden und Städten auf Landesebene zu vernetzen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler