- Anzeige -

Konstanzer Gemeinderat erhebt Einspruch

#mehrzumthema: ECE / Cano
ECE Singen

Mehrheitlich Beschränkung auf 10.000 Quadratmeter gefordert

Konstanz (of). Mehrheitlich hat der Konstanzer Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag für einen Einspruch angesichts der Planungen für das Shoppingcenter CANO von ECE in Singen gestimmt. Nur fünf Gemeinderäte waren in der Abstimmung gegen diesen Schritt gewesen, wird aus der Sitzung berichtet. Der Konstanzer OB Uli Burchardt verwies aus diplomatischen Gründen darauf, dass es sich hier um eine fachliche und keine politische Entscheidung handle. Gefordert wird eine Beschränkung auf 10.000 Quadratmeter statt der geforderten 16.000 Quadratmeter. Eigene von Konstanz in Auftrag gegebene Gutachten kamen zum Ergebnis, das die in Singen für das ECE angefertigen Auswirkungsanalysen geschönt seien, da beim Umsatz pro Quadramtmeter für Singen zu niedrige Zahlen angesetzt worden seien. Allerdings kamen Handelsgutachten auch in früheren Zeiten stets zum Ergebnis, dass die Umsatzzahlen auf die Fläche umgesetzt in Singen traditionell niedriger sind als beispielsweise in Konstanz. Auch der Frankenkurs sei mit Risiko behaftet, denn wenn für Schweizer Kunden die Preise steigen würden, begänne im Landkreis ein harter Verdrängungswettkampf, da im Falle des Ausbleibens Schweizer Kundschaft dann das Angebot an Verkaufsfläche zu groß sei. Konstanz sieht sich nach Wortmeldungen aus dem Gemeinderat durch ein CANO-Shoppingcenter durchaus in seiner Rolle als Oberzentrum gefährdet, sollte es zu solch einem Verdrängungskampf kommen. Die Position von Konstanz fließt in die Offenlage der Pläne für das CANO in Singen mit ein. Auf Wunsch der Stadt Konstanz wurde diese Frist bereits verlängert. Die bauliche Umsetzung des CANO in Singen soll eigentlich im Frühjahr 2017 beginnen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler

#mehrzumthema: ECE / Cano

- Anzeigen -