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Konstanzer Vonovia-Mieter können aufatmen

Vonovia
Schon seit jahren brodelt es um die Wohnungen von Vonovia in Konstanz. Zuletzt wegen aus Sicht der Mieter überzogenen Sanierungen. swb-Bild: Miterbund/ Kropp

Mieterbund sieht noch keine Entwarnung in Sachen Mieterhöhungen

Konstanz. Der Immobilien-Riese Vonovia ist mit seinem Versuch, den zweitgrößten deutschen Wohnungskonzern Deutsche Wohnen zu übernehmen, ein zweites Mal gescheitert. „Für 625 Konstanzer Vonovia-Mieter ist das eine gute Nachricht,“ erklärte dazu der Pressesprecher des Mieterbunds Bodensee, Winfried Kropp.

Denn Vonovia war bereit 18 Milliarden Euro für die Übernahme an die Aktionäre auszuzahlen. „Geld, das die Vonovia-Mieter aufbringen müssten.“ Vonovia hatte den Aktionären der Deutschen Wohnen 52 Euro je Aktie geboten. Dieser Betrag wäre nur fällig geworden, wenn es dem Unternehmen gelungen wäre, bis zum 23. Juli 50 Prozent des Aktienkapitals der Deutschen Wohnen zu übernehmen. Doch diese Quote wurde verfehlt. Tatsächlich wollten bis zum Stichtag nur etwa mehr als 47 Prozent der Aktionäre ihre Wertpapiere an den Vonovia-Konzern verkaufen oder sie in Vonovia-Aktien umtauschen. Daher komme das Geschäft nicht zustande.

Allerdings wolle Vonovia weiter expandieren und sei ständig auf der Suche nach zusätzlichen Wohnungen und Immobilien im In- und Ausland. Daher – so die Empfehlung des Mieterbunds Bodensee – sollten Mieter weiter wachsam sein. Ein Drittel der Mieteinnahmen des Vonovia-Konzern flössen in die Kassen der Vonovia-Aktionäre, hätten Berechnungen des Mieterbunds ergeben, sagte Kropp.  Ständige Mieterhöhungen für Vonovia-Mieter seien daher vorprogrammiert. „Daran ändert leider die abgesagte „Miethai-Hochzeit“ nichts, befürchtet Winfried Kropp.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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