- Anzeige -

Kreative Beiträge – kreative Lösungen

Bundeskunstpreis
Bürgermeisterin Monika Laule, Angélique Tracik, die Leiterin des Fachbereichs Kultur bei der Stadt Radolfzell, Marin Lang, der Leiter des Kulturbüros und Carina Heer vom Kulturbüro der Stadt Radolfzell gaben schon vorab einen kleinen Einblick in die Ausstellung zum Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung in der Villa Bosch. swb-Bild: dh

100 Werke von Künstlern mit Behinderung, die im Rahmen des Bundeskunstpreises eingereicht wurden, sind vom 20. September bis 8. November in der Villa Bosch zu sehen

Radolfzell. Seit die Stadt Radolfzell im Jahr 1978 erstmals den Bundeskunstpreis für Menschen mit Behinderung ausgelobt hat, hat sich dieses Format zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Alle zwei Jahre sind Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80 Prozent dazu eingeladen, ihre Werke nach Radolfzell zu schicken und sich dem Jury-Urteil zu stellen. Dabei kommt jedes mal eine bunte Mischung an verschiedensten Werken zusammen, die im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert werden. In diesem Jahr haben rund 200 Künstlerinnen und Künstler mit Behinderung an der Ausschreibung teilgenommen. Eine Vorauswahl von 100 Werken hat es nun in die Räume der Villa Bosch geschafft, wo sie ab Sonntag, 20. September, bis einschließlich Sonntag, 8. November, zu bestaunen sind. Unter ihnen auch die 15 Werke, die mit Preisen ausgezeichnet wurden.

Große Öffentlichkeit

»Wir freuen uns sehr, dass dieser Preis bei den Künstlerinnen und Künstlern einen so hohen Stellenwert genießt. Das kommt nicht zuletzt dadurch, dass er ihnen die Möglichkeit bietet, ihre Werke einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren«, betonte Bürgermeisterin Monika Laule bei einem Pressegespräch in der Villa Bosch.
Traurig zeigt sie sich allerdings darüber, dass die persönliche Preisverleihung in diesem Jahr aufgrund von Corona ausfallen muss. »Die Freude der Preisträger bei der Übergabe persönlich sehen zu können, war immer etwas ganz besonderes«, so Laule.

Digitale Ehrung

Als Ersatz für die Preisverleihung wird es in diesem Jahr eine digitale Ehrung geben. Auf der Internetseite www.kultur-radolfzell.de sind ab dem 20. September Fotos von der Übergabe der Urkunden, die die Preisträgerinnen und Preisträger per Post erhalten haben, eingestellt. Zudem ist dort ein Video über die Ausstellung zu finden, sodass ein Besuch auch von zuhause aus möglich ist.
Unterstützung bei der Organisation gab es vom Kunstverein Radolfzell, betonte Fachbereichsleiterin Angélique Tracik. Unterstützt wird die Ausstellung aber auch durch zahlreiche Sponsoren, die auch die Preisgelder zur Verfügung stellen. Der 1. Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Das Preisgeld für den 2. und 3. Platz liegt bei 750, beziehungsweise 500 Euro, und die Preisträgerinnen und Preisträger auf den Plätzen vier bis 15 erhalten jeweils 350 Euro.

Kunst für zuhause

Der größte Teil der ausgestellten Kunstwerke steht auch zum Verkauf. »Die Künstlerinnen und Künstler haben den Verkaufspreis selbst festgelegt«, so Tracik. Mittlerweile ist es schon Tradition, dass die Stadt Radolfzell das Werk, das mit dem 1. Preis ausgezeichnet wurde, erwirbt. Das Kunstwerk geht dann an die Artothek, wo es ab dem 14. Januar 2021 für einen Zeitraum von ein bis drei Monaten gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden kann.

Wochenblatt @: Dominique Hahn