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Kretschmann setzt Land auf "Alarmstufe Rot"

Stadthalle Singen
Gerade in den Bereichen der Unterhaltungs- und Kulturbranche sind die neuen Beschränkungen der Landesregierung als Symbole gegen die weiter steigenden Zahlen bei den Corona-Infektionen ein harter Schlag. swb-Bild: of/Archiv

Zahlreiche Einschränkungen am Montag in Kraft / Erneuter Schlag für Veranstaltungsbranche

Stuttgart/ Kreis Konstanz. Als "Alarmstufe Rot" bezeichneten Mininisterpräsident Winfried Kretschmann und sein Kabinett die drastischen Schritte, mit denen im Baden-Württemberg die expotenziell steigenden Infektionsszahlen gebremst werden sollen, um einen drohenden zweiten Lockdown doch noch zu verhindern, wie er in einer Video-Botschaft am Samstagabend vermittelte. Alle Details der neuen Verordnungen werden erst am Sonntag durch die Landesregierung veröffentlicht. Die Landesregierung sehe sich zu diesem Schritt als "letzte Chance" verpflichtet, um einen weiteren harten Lockdown zu verhindern. Mit Stand Samstag haben 13 Stadt- und Landkreise die Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gerissen, was durch die Politiker als Maßstab genommen wird. In 11 weiteren Landkreisen seit die Marke von 35 /7/100.000 überschritten, so dass dort auch noch schärfere Maßnahmen ergriffen werden könnten.

Nach der neuen Verordnung wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen öffentlichen Bereiche Pflicht, wo nicht die Wahrung des Mindestabstands gesichert sei. Bisher müssen die Masken ja bereits im ÖPNV, auf Bahnsteigen und Bushaltestellen, in den Verkehrsbereichen der Schulen, in den Geschäften wie beim Betreten von Gastronomiebereichen und bei Kulturveranstaltungen getragen werden. Wie am Freitag bereits durch das Kultusministerium informiert wurde, gilt die Maskenpflicht zudem nun generell auch im Unterricht ab der 5. Klasse für den ganzen Schultag.

Hart trifft die neue Verordnung die Veranstaltungsbranche, die sich gerade von den Folgen des letzten Lockdowns leicht zu erholen begann. Die Landesregierung hat hier eine Grenze von 100 Personen gezogen, Ausnahmen sollten wiederum in Sonderfällen in Absprache mit den jeweiligen Gesundheitsämtern möglich sein, versicherte Kretschmann.

Hart sind auch neue Einschnitte bei sozialen Kontakten: Maximal 10 Personen aus zwei Haushalten können zusammen kommen, ebenfalls bei Ansammlungen im öffentlichen Raum, wurde angekündigt. Zudem rief Kretschmann dazu auf, die eigenen Kontakte zu halbieren, um auch so für eine Reduzierung eines Ansteckungsrisikos zu sorgen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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