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Kunstdepot arbeitet mit Sonnenstrom

PV Kulturmagazin
Marco Rinderspacher von den Stadtwerken, Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn, Gerald Hunn vom Amt für Stadtplanung und Umwelt sowie Rosa Pittà-Settelmeyer von den Städtischen Museen weihten gemeinsam vor dem dazugehörigen Wechselrichter die neue PV Anlage auf dem Dach des Kunstdepots ein. Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom, der von den PV-Paneelen kommt in Wechselstrom um, der dann in das Gebäude eingespeist wird. swb-Bild: Stadt Konstanz

Neue Anlage sorgt für klimafreundliches Archiv

Konstanz. Ende Dezember nahm die Stadt Konstanz eine weitere Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kunstdepots der städtischen Museen in Betrieb. Die Schätze der vier Museen werden nun nicht nur sicher, sondern jetzt auch klimafreundlicher dank regenerativer Energie aufbewahrt. Die 84 PV-Paneele auf dem Kunstdepot erzeugen rund 30 kWh und damit 50 Prozent des eigenen Energiebedarfes, denn die erzeugte Energie wird direkt in das Gebäude eingespeist. Außerdem spart die Anlage im Jahr 14 Tonnen CO2 ein. Das ist vergleichbar mit der Herstellung von 2.400.000 A4-Papierseiten.

Ausgewählt wurde das Gebäude durch das Energiemanagement des städtischen Hochbauamtes. Geplant und installiert wurde die Anlage von den Stadtwerken Konstanz in Kooperation mit der Firma Solmotion aus Ravensburg. Gefördert wird die Anlage vom Grüner Strom Label. Das Label „Grüner Strom“ kennzeichnet Ökostrom mit besonders hohem Umweltnutzen und ist das erste Gütesiegel für Ökostrom in Deutschland.
 
Die Nachverdichtung von Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern zur Erzeugung von regenerativem Strom ist ein wichtiger Schritt, um die Klimaziele der Stadt erreichen zu können. Bereits 80 Prozent der zur Verfügung stehenden städtischen Dachflächen in Konstanz sind schon mit PV-Anlagen ausgerüstet. Erst im November wurde die Anlage auf dem Dach des Humboldt Gymnasium eingeweiht. Das Hochbauamt treibt den Ausbau regenerativer Energie weiter voran und für 2021 sind bereits weitere Anlagen geplant.
 
Dabei eignet sich nicht jede Dachfläche gleich gut. Ein Flachdach zum Beispiel ist sehr gut geeignet. Die Unterkonstruktion der Paneele wird beschwert und die Anlage kann darauf montiert werden. Windbleche verhindern, dass Windböen unter die Paneele gelangt und die Anlage anhebt. Bei einem Satteldach muss die Unterkonstruktion fest mit dem Dach verbunden werden, was ein höherer Aufwand darstellt.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler