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Kunsthalle macht Platz für über 100 Wohnungen

Kunsthallenareal Oberzellerhau
Der Abriss der Kunsthalle ist in vollem Gange, sodass der Bebauung durch die Baugenossenschaft Oberzellerhau und die Oswa nichts im Wege steht: Über 100 Wohnungen werden bis 2020 auf dem Kunsthallenareal entstehen. swb-Bild: stm

Projektvolumen der BGO deutlich über 20 Millionen Euro

Singen. Ein symbolischer Spatenstich am Mittwoch angesichts des Abriss der traditionsträchtigen Kunsthalle markiere den Startschuss für die Bebauung des Kunshallenareals durch die Baugenossenschaft Oberzellerhau, betonte Thomas Feneberg. Der geschäftsführende Vorstand der BGO bezifferte das Projektvolumen für die 84 Wohneinheiten in der Thurgauerstraße auf deutlich über 20 Millionen Euro.

 

Schon lange habe die BGO das Grundstück mit toller innerstädtischer Lage im Blick gehabt, verriet er. In der OSWA habe man schließlich einen kompetenten Partner gefunden, der nach den ersten Überlegungen Anfang 2016 das Projekt quasi zu einem Festpreis nun realisieren wird. Ohne Tiefgarage wirkt das Projekt mit Parkdecks im Erdgeschoss und darüberliegenden oberirdischen 12 bis 16 innerstädtischen Gärten von der Architektur  ansprechend und verfüge über eine hohe Qualtät, so Feneberg.  

 

Laut dem BGO-Chf gebe es für die Ein- bis Fünfzimmerwohnungen mit einer Durchschnittsmiete von 9,50 bis zehn Euro derzeit eine stetig wachsende Interessentenliste – der Vertrieb werde Mitte 2019 beginnen – allerdings können die Wohnungen lediglich von Mitgliedern der BGO angemietet werden (derzeit sind dies etwa 2.600).  

 

Die Tiefbauarbeiten auf dem Kunsthallenareal sind bereits abgeschlossen, in der Thurgauerstraße haben schon die Rohbauarbeiten begonnen, schon im November will die OSWA laut Projektleiter, Joachim Strähle, mit dem Innenausbau dort beginnen. Er geht von einem Bezug im ersten fertig gestellten Gebäude im Juni 2020 aus und hofft, dass dann im Zweimonatsturnus die weiteren vier Gebäude fertig gestellt werden.  

 

Denn neben den Wohnungen der BGO baut die OSWA selbst noch zwei Gebäude an der Ekkehardstraße mit etwa 30 Wohneinheiten. Zudem werde im Erdgeschoss dort eine namhafte Bank die 260 Quadratmeter beziehen, kündigte Markus Oswald, geschäftfsführender Gesellschafter der OSWA an. Nach dem Abriss der Kunsthalle, die sich durch hohe Schadstoffbelastungen etwa von Asbest um mehrere Monate verzögert hat, hofft er auch für das Gebäude mit der erhaltenen Fassade der Kunsthalle einen attraktives Unternehmen gewinnen zu können, so Oswald weiter.

 

In Singen plant die OSWA, die bekanntlich Grundstücke und Gebäude der in Insolvenz gegangenen städtischen Wohnungsbaugesellschaft GVV aufgekauft hat, 120 weitere Wohnungen.

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr