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Kurtaxe als neue Basis

Symbolbild Talwiesenhalle
Symbolbild Gemeinderat Talwiesenhalle

Gemeinderat folgt Vorschlag der Touristiker

aRielasingen-Worblingen. Der Gemeinderat von Rielasingen-Worblingen hat in unlängst die Einrichtung einer Kurtaxe für die Gemeinde beschlossen, sogar mit klarer Mehrheit.
Die Abgabe von zwei Euro, die zum Beispiel auch in Singen so verlangt wird, in Radolfzell 2,80 Euro beträgt, Steißlingen mit einem Euro an günstigsten ist, in Gailingen 1,30 Euro beträgt oder in Moos 1,70 Euro bereits erhoben wird, versprict einem mehrfachen Mehrwert: Für die Gäste in den Hotels und Ferienwohnungen der Gemeinde gibt es zum Beispiel die »BodenseeCard-West«, mit der man kostenlos mit Bus und Bahn fahren kann, und dazu Vergünstigungen in viele Einrichtungen, wie Jessica Trombetta vom Amt für Kultur, Sport und Tourismus den Gemeinderäten in der Hybridsitzung erläuterte.
 Die Kurtaxe könne auch der Gemeinde Einnahmen generieren die dann Zielgerichtet wieder in Touristische Infrastruktur investiert werden könne. Das ein dann ein klarer Mehrwert für das ganze Angebot der Gemeinde, die als »See-Hinterland« mit günstigeren Preise doch spürbar in der Gunst von Besuchern steigt, auch wenn die Corona-Beschränkungen der letzten beiden Jahre zwischen Lockdown und Nachhol-Sonderkonjunktur als Vergleich wenig liefern.
Ganz wichtig sei auch, dass man wieder verlässliche Übernachtungszahlen über die durch die Abgabe entstehende Meldepflicht bekommen könne. Denn diese kann man derzeit nur ganz groß schätzen. Jessica Trombetta hatte in der Beschlussvorlage drei Szenarien entwickelt, nach der entweder 10.000, 15.000 oder 20.000 Übernachtungen jährlich in der Gemeinde getätigt werden. Am Wahrscheinlichsten sei, dass man nun erst mal mit der Mmitte, also 15.000 Übernachtungen rechne. Freilich benötigt man seitens der Gemeinde und auch für den Verband Regio-Tourismus nun eine Digitale Erfassung der Gäste, da die »Bodensee-Card« auch digital erstellt wird. Seitens der Hotels, die oft schon Online-Buchungssysteme haben, wurde angefragt, wie sie Daten zur Meldung transportieren könnten, was noch abgeklärt wird. Schon aus Gründen der Arbeitszeiten in der Tourist-Info sei die Umstellung auf digitale Meldung geboten um in der »Jetzt-Zeit« anzukommen. Nur in Notfall könne man noch Papierzettel bearbeiten. Das soll über einen Link gemacht werden können, sagte Trombetta. Auch Wohnmobilübernachtungen fielen dann unter die Kurtaxe, da werde überlegt, wie man das über den Parkautomat abwickeln könne. Auch »RB&B«-Angebote, von denen es auch einige in der Gemeinde gibt, sollen darunter fallen, wenngleich es schwierig werden, das auch zu kontrollieren.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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