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Länderübergreifend lernen

Deutsch-Französische Schulpartnerschaft
Ab Dezember planen das BSZ Stockach und das Lycée Jean Morette im lothringischen Landres eine deutsch-französische Schulpartnerschaft. Bei der Vertragsunterzeichnung (von links): Deutschlehrerin Marie Touissant, Schulleiterin Roselyne Spoletini und Andreas Maier, Verbindungslehrer am BSZ Stockach. swb-Bild: BSZ Stockach

Das BSZ Stockach und das französische Lycée Jean Morette starten ab Dezember eine internationale Schulpartnerschaft.

Stockach/Landres. Das Wirtschaftsgymnasium des Berufschulzentrums (BSZ) Stockach beginnt ab Dezember eine internationale Schulpartnerschaft mit dem Lycée Jean Morette in der Gemeinde Landres in Lothringen. Dabei lernen deutsche und französische Schüler die Unterrichtsformen des jeweils anderen »Gastlandes« kennen.

»Dies ist kein klassischer Schüleraustausch«, sagt Andreas Maier, Abteilungsleiter Berufskolleg/Wirtschaftsgymnasium am BSZ Stockach und betreuender Lehrer für das Projekt. Es gehe darum, mit Muttersprachlern im jeweils anderen Land Kontakt aufzubauen, den Spracherwerb zu fördern und sich bei einem ein- oder zweitägigen Treffen in Straßburg voraussichtlich im Herbst 2020 persönlich kennenzulernen.
Dazu ist im Schulpartnerschaftsvertrag zwischen den beiden Lehranstalten festgelegt: »Der Kontakt zwischen den Schulen soll angeregt werden über das Internet, E-Mail und andere Formen von Korrespondenz, die Schülerinnen und Schüler einander näher bringen und ihre Kenntnisse über die Lebenswelt des jeweils anderen erweitern.«

Was dies für die Klassen ganz praktisch bedeuten kann, führt Maier aus: »Der deutsch-französische Unterricht soll am Freitag, 13. Dezember, mit einem Kennenlernen per Videokonferenz starten. Beide Gruppen haben sprachliche Vorkenntnisse in Französisch bzw. Deutsch. Hierbei soll es zunächst um Hobbies, Familie, Zukunftsvorstellungen oder ähnliche Themen gehen.«


Im praktischen Unterricht über Ländergrenzen hinweg und mit Hilfe der Videokonferenz soll es dann im weiteren auch um berufliche Zukunft gehen. »Die Schüler machen sich sowohl hier bei uns als auch an der französischen Berufsschule in Landres Gedanken um Anstellungsmöglichkeiten, ökonomische, gesellschaftliche und geschichtliche Themen. Darum soll es bei unserem Austausch auch gehen«, so Maier.

Aber auch (nationale) Feiertage, nationale Identität sowie Klischees und Vorturteile sollen zu den Themenkomplexen gehören, über die die Schülerinnen und Schüler miteinander diskutieren sollen.
Die »Treffen« per Video sollen laut dem betreuenden Lehrer rund vier Mal im Jahr stattfinden. Eine Ausnahme und besondere Higlights seien das persönliche Treffen in Straßburg sowie eine Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. organisiert werden solle, um das Gedenken an die Kriege und deren Opfer zu wahren. Wann diese pädagogischen Projekte zum Thema »Gedenken und Frieden« im kommenden Jahr stattfinden sollten, müsse aber noch geklärt werden, so Maier.
»Über die internationale Arbeit in der Schule soll der Kontakt zwischen den Schülern selbst entstehen und vertieft werden«, erläutert Andreas Maier. Es sei sein Wunsch, dass sich hier auch private Kontakte über die Nutzung sozialer Medien herstellen ließen.

Auf deutscher Seite befänden sich die teilnehmenden Schüler im BSZ Stockach in den Klassen WG 11 bis 13 und damit in den Altersstufen von 15 bis 19 Jahre, auf französischer Seite seien die Schüler 15 bis 18 Jahre alt.

Wochenblatt @: Marius Lechler