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Letzte Chance - Herr Spahn

Ver.di Spahn
Auch Mitarbeitende des Klinikum Kostanz beteiligten sich an der Foto-Aktion zur "Pflegepersonalregelung" (PPR 2.0). swb-Bild: Weisz

Bundesweite ver.di-Fotoaktion auch am Klinikum Konstanz

Konstanz. In ganz  Deutschland begaben sich am Montag Pflegekräfte vor Kameras um mit den gemachten Aufnahmen eine klare Botschaft an Gesundheitsminister Jens Spahn zu schicken: "Letzte Chance Herr Spahn, Versprechen halten." - ist die Aktion betitelt die genau Tag der erneuten Anhörung über das  »Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung« eben aus Gründen der Corona-Einschränkung ohne große Kundgebung, dafür verteilt auf ganz viele Kliniken durchgeführt wurde.

 Bundesweit forderten Krankenhausbeschäftigte an diesem Tag mit Foto-Aktionen die sofortige Einführung bedarfsgerechter Personalstandards. Sie kritisieren, dass im aktuellen Gesetzentwurf erneut keine bedarfsgerechte Personalbemessung auf den Weg gebracht werde. Dabei liege mit der von der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Deutschen Pflegerat und ver.di entwickelten "PPR 2.0" seit über einem Jahr ein Instrument zur bedarfsorientierten Personalbemessung in der Krankenhauspflege als erster Schritt vor. Ziel von ver.di bleibt eine bundesweite, am Bedarf orientierte Personalausstattung für alle Berufsgruppen in den Krankenhäusern.

Auf der anderen Seite spiele Gesundheitsminister Jens Spahn auf Zeit. Er habe ver.di, DKG und DPR aufgefordert, gemeinsam mit den Krankenkassen einen Fahrplan für die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Instruments zur Personalbemessung zu vereinbaren.  Doch dies dauere mindestens bis 2025. Und schon heute sei klar, dass es ganz unterschiedliche Interessen gebe. Einige träumen laut Ver.di von der Einführung der Pflege-DRGs. "Mit solchen Fallpauschalen sollen Pflegetätigkeiten erlösrelevant werden – trotz der schlechten Erfahrungen mit dem DRG-System in Krankenhäusern. Das darf nicht kommen!", so die Gewerkschaft in ihren Erklärungen.

Hier ist der Flyer der Aktion zum Herunterladen.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler