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Lichtkunst mit einigen Fragezeichen zur Zukunft

Glasmaler
Im Bild Verlagsleiter Robert Neuenhofer vom B- Kühlen-Verlag aus Mönchengladbach, Herausgeberin und Autorin Iris Nestler, der Singener Musemsleiter und Mitautor Christoph Bauer wie Mitautor Andreas Gabelmann vor einer Skizze von Curth Georg Becker für die Markus-Glasfenster. swb-Bild: of

Interessante Standpunkte zu Buchvorstellung im Kunstmuseum

Singen. Am Sonntag wurde im Singener Kunstmuseum die Vorstellung des Buchs "Meisterwerke der Glasmalerei des 20. Jahrhundert in den Rheinlanden" vollzogen das Singen immerhin zwei Mal mit den Glasfenstern von Curth Georg Becker in der Markuskirche wie den Babberger-Glasfenstern im der Klinikkapelle, beziehungsweise zum Teil im "Haus am Hohentwiel" vertreten ist. Aber auch andere Schätze aus der Region, wie etwa die Dix-Glasfenster in der Kirche Kattenhorn oder einige Beispiele aus Konstanz sind in dem dritten Band aufgeführt, der einen gehörigen Teil der Region um den Hoch- und Oberrhein gewidmet hat. Das Thema Glaskunst und Glasmalerei sei bisher in der Kunstgeschichte eher unterbelichtet, wurde zur Vorstellung bemerkt. Und auch die Zukunft manchen Werks gerade aus der Nachkriegszeit ist eher ungewiss. Wie zum Beispiel in der Singener Markuskirche, wie der Singener Museumsleiter Christoph Bauer bemerkte. "Als Kirche wird das Gebäude eigentlich nicht mehr benötigt und dürfte irgendwann zur Disposition stehen.

Vor diesem Schicksal stünden viele Kirchen gerade im " Rheinland und manche ist auch schon abgerissen worden, weil die Grundstücke natürlich für Immobilienunternehmen interessant sind- Und gerade bei Betonglasfenstern, die ja Teil der Gebäude sind, sei ein Erhalt nicht machbar. 

Das Buch freilich ländt ein zur Entdeckung mach spannenden Lichtereignisses, denn Glasfenster in Kirchen oder anderen öffentlichen Bauten werden auch in der Gegenwart noch geschaffen, wie die bei der Buchvernissage anwesenden Künstlerin Elke Pfaffmann von der "Stuttgarter Schule" deutlich machte, die erst vor wenigen Jahren Deckenlichter für ein "Haus der Diakonie" in Bad Kreuznach erschuf. Berühmt die die künstlerischen Inszenierungen von Marc Chagall und Auguste Giacomette im Frauenmünster Zürich, oder die Glasfenster in Mariahilf in Bregenz, oder St. Anton in Basel, wo sich auch Konstanz mit St. Martin in Wollmatingen unter anderem Einreihen kann, wie Iris Nestler in ihrer spannenden Präsentation im Singener Museum erläuterte. Es ist bereits der dritte Band zum dem Thema durch den Kühlen-Verlag aus Mönchengladbach für den Iris Nestler nicht nur aus Herausgeberin, sondern auch als leidenschaftliche Autorin sich engagiert hat. 

Das Buch gibt es im Singener Kunstmuseum wie auch im Buchhandel. 

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler