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Liebe Leserinnen und Leser,

unser Chefredakteur Oliver Fiedler ist im wohlverdienten Urlaub, nachdem er nun einige Monate so etwas wie »Last Man standing« gespielt hat für uns. Aus diesem Grund – und dafür bitten wir Sie um Verständnis – wird es seinen morgendlichen Newsletter erst wieder Mitte Juni geben. Oliver Fiedler hatte seine Pause im Newsletter angekündigt, wir freuen uns, dass das Interesse an unserem Newsletter so groß ist, dass dennoch viele nachgefragt haben und wir hoffen vor allem, dass Sie uns auch an dieser Stelle gewogen bleiben und werden in den nächsten Wochen versuchen Sie über www.wochenblatt.net  und über unsere App (www.wochenblatt.net/app) so gut wie möglich mit aktuellen Informationen zu versorgen.

Letzte Woche berichteten wir auf dieser Seite über das Thema Homeoffice in Verbindung mit  Homeschooling und waren sichtlich geschockt, mit welch lapidaren Worten und langen Sätzen die Pressestelle des Kultusministeriums in Baden-Württemberg die Lage so darstellt, als ob die Lage im Griff wäre, obwohl Rektor*innen, Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern ganz anderes erleben. Die angekündigten Heftpflaster in Form von zusätzlichen Förderkursen helfen zwar hoffentlich jetzt den Coronajahrgängen, aber die Chance, dass das Schulsystem im Land stärker aus der Krise hervorgeht, sie scheint nicht genutzt zu werden. Wenn wir Probleme in diesem Land nicht einmal wirklich anschauen, weil wir so tun müssen, als ob alles in Ordnung ist, werden wir die Anforderungen der Zukunft nicht gut meistern können. Nun allerdings hat uns eine Zuschrift erreicht, die das Ganze aus einer ganz anderen Perspektive betrachtet, die wir auch nicht vorenthalten wollen. Hier ist Homeschooling zur Chance geworden in einer Familie … Wir lernen wieder einmal: Es geht den Menschen in dieser Region sehr unterschiedlich mit Corona und den Auswirkungen. Zum einen sicherlich, weil sich Menschen Problemen auf unterschiedliche Weise stellen, zum anderen aber eben auch, weil es ein Riesenunterschied ist, ob Menschen mit Kindern gerade alleinerziehend sind, wie die Wohn- und Vermögensverhältnisse und das soziale Netzwerk sind. So ist zwar jeder seines Glückes Schmied, aber die Werkstücke, die da geschmiedet werden können und Hammer und Amboss sind sehr sehr unterschiedlich. (Seite 4 und 8)


Monatelang haben wir an dieser Stelle immer wieder das Fehlen von Perspektiven kritisiert und jetzt  kommen sie, wenn auch keinesfalls so einfach zu nutzen, wie es vielleicht wünschenswert wäre. Drei Öffnungsstufen sind geplant, die Anfang der Woche so unpräzise formuliert waren, dass Unternehmerinnen und Unternehmer der Region erst einmal überhaupt nicht wussten, was jetzt gilt und was nicht. Wir versuchen auf dieser Seite etwas Licht ins Dunkel zu bringen und haben diese Woche auch die Lage der Kulturtreibenden nochmals angeschaut. Und wir fragen uns gleichzeitig: Warum wird klare Kommunikation so wenig ernst genommen?


Tiere werden diese und nächste Woche eine Rolle spielen: Diese Woche geht es um Therapien mitPferden und Eseln, die - obwohl Psychologen auf der ganzen Welt auf die Wirkung von Tieren schwören - leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden. Warum? Wenn wir es richtig verstanden haben, dann deshalb, weil die einzelnen Prozesse nicht eindeutig der Behandlung von einzelnen Krankheiten zuzuordnen sind. Oder anders ausgedrückt: Wer heilt, hat eigentlich recht, aber deshalb ist noch lange nicht klar, dass davon auch die profitieren können, die es sich privat nicht leisten  können. Dabei könnten gerade Therapien mit Tieren für viele trotz Familienanschluss alleine gelassenen jungen Menschen eine Chance sein. (Seite 23)

So, nun wünschen wir Ihnen, dass Sie die derzeit geltenden Regeln für sich irgendwie so nutzen, dass (wir trauen es uns kaum zu schreiben), Sie es sich gut gehen lassen UND dabei auch an die anderen gedacht ist und an die nächsten Monate.


Gute Woche!


Carmen Frese-Kroll, Verlegerin
Anatol Hennig, Herausgeber

Wochenblatt @: Singener Wochenblatt


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