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Liegestützen gegen Knochenmarkkrebs

Challenge
Der Verein, dessen Mitglieder die meisten Liegestütze machen, gewinnt am Ende die Challenge. Die Spendensumme geht an die DKMS. swb-Bild: HSC/Haller

HSC und FC Radolfzell engagieren sich in einer gemeinsamen Aktion für die DKMS

Radolfzell. Immer wieder hört man in letzter Zeit Berichte, dass die Zahl von fortgeschrittenen Krebserkrankungen zugenommen hat, weil sich viele Menschen in den letzten Monaten aufgrund von Corona nicht getraut haben, zu einer Vorsorge-Untersuchung zu gehen. Somit machen der HSC- und der FC Radolfzell mit ihrer neuesten Aktion auf ein sehr wichtiges Thema aufmerksam. Weltweit erhält laut der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) allein alle 27 Sekunden ein Mensch die Diagnose an Blutkrebs erkrankt zu sein. Das sind 1.168.000 neue Leukämie-Patienten im Jahr.

Challenge unter Sportlern

HSC und FC haben es sich zur Aufgabe gemacht, mit einer Liegestützen-Challenge Spenden für die DKMS zu sammeln. »Der ursprüngliche Plan für eine solche gemeinsame Aktion ist schon Ende des letzten Jahres entstanden. Schnell kamen wir auf die DKMS als Organisation, die wir unterstützen wollen«, berichtet Jonas Haller, der beim HSC ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert. Die Aktion besteht insgesamt aus drei Teilen. Zunächst wäre da die Liegestützen-Challenge. »Wir haben in den letzten Monaten Sponsoren gesucht, die einen selbstgewählten Betrag für jede Liegestütze spenden, die unsere Vereinsmitglieder im Rahmen der Aktion machen«, erklärt Haller. Um die ganze Sache noch spannender zu machen, kam der FC mit ins Boot und aus der ganzen Sache wurde direkt noch eine Wette darum welcher Verein die meisten Liegestütze schafft. »Das ist eine tolle Aktion. Mit einem sportlich schönen Wettkampf können wir hier etwas für die Menschen tun«, sagt Alexander Thumer, Sportvorstand beim FC Radolfzell.

Videobeweis erforderlich

Seit Montag haben die Miglieder der beiden Vereine nun Zeit Videos von ihren Liegestützen einzureichen. Diese zählen als Nachweis über die geleisteten Liegestützen, am Freitag endet die Aktion. »Es wird auf jeden Fall spannend, wie es am Ende ausgeht«, sagt Thumer. Auch Kerstin Bilidt vom HSC ist sich sicher, dass die Aktion eine »Wundertüte« wird. »Ich glaube, da können wir einiges erwarten«.
Die Motivation dürfte auf jeden Fall hoch sein, denn neben dem guten Zweck steht einiges auf dem Spiel: »Als Wetteinsatz muss der Verlierer in den sozialen Netzwerken posten, dass die jeweils anderen, also Fußballer bzw. Handballer die besseren Sportler sind. Außerdem muss der Präsident des Verlierervereins beim nächsten Heimspiel der Gewinner Hallen- bzw. Stadionsprecher machen. Die jeweils erste Herrenmannschaft der Verlierer wird zu einem High Heels Run verpflichtet und beim ersten möglichen Heimspieltag muss die Flagge des Gewinner-Vereins gezeigt werden«, erklärt Jonas Haller. »Für uns ist die ganze Aktion natürlich neben dem guten Zweck auch eine nette Sache um die Mitglieder wieder zu motivieren«, betont Kerstin Bilidt, denn obwohl es die ganze Corona-Zeit immer wieder verschiedene Angebote wie Online-Training und ähnliches gab, ist ein Vereinsleben in diesen Zeiten natürlich nur schwer aufrechtzuerhalten.

Neben den Liegestützen soll auch die Versteigerung von Trikots Geld für die DKMS einbringen. Dank der Unterstützung einiger namhafter Handball- und Fußball-Bundesligisten, versteigern die Vereine auf ihren Homepages unterschriebene Trikots, darunter die Vereine HSG Konstanz, TUSEM Essen, Frisch Auf Göppingen Damen, HBW Bahlingen-Weilstetten, SV Allensbach Damen, FC Schalke 04, 1. FSV Mainz 05, 1. FC Köln, MT Melsungen, SC Freiburg, HSC 2000, Coburg und Kadetten Schaffhausen. Das dritte Standbein der Aktion ist zudem eine Registrierungsaktion für mögliche Knochenmarkspender. »Hierbei möchten wir versuchen, so viele Menschen wie möglich auf DKMS aufmerksam zu machen und sie gleichzeitig zum Registrieren als Spender zu bewegen. Außerdem möchten wir die Menschen über die neue Methode der Stammzellenspende informieren. So ist es beispielsweise nicht mehr nötig, Knochenmark aus der Hüfte oder der Wirbelsäule zu entfernen. Heutzutage werden die meisten Spenden ganz einfach per Blutplasma abgeschlossen«, schreiben die Vereine hierzu.

Wochenblatt @: Dominique Hahn