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»Maximal viel Wandel eingehen«

Abendgesellschaft Singen Aktiv
Der Referent der diesjahrigen Abendgesellschaft, Dr. Florian Ilgen, zwischen den Machern von Singen Aktiv, Claudia Kessler-Franzen und Dr. Gerd Springe. swb-Bild: stm

Fast 600 Gäste feiern feiern bei Abendgesellschaft von Singen Aktiv

Singen.  Der damals führende Handyhersteller Nokia habe vor zehn Jahren den Wandel zum Smartphone verschlafen, warb Dr. Florian Ilgen bei der Abendgesellschaft von Singen Aktiv mit dem Titel »Change it! Wie man mit Leidenschaft vom Wandel profitiert« deshalb für Veränderungen, die nahezu jeder Mensch befürworte und doch so wenige umsetzen. Zumindest die 577 Gäste in der bis auf den letzten Platz besetzten und festlich dekorierten Stadthalle folgten gespannt seiner unterhaltsamen Mischung aus eingängigen Unternehmertipps und Gedankenspielen.  

Dabei ließ der »Top 100 Redner« Dr. Ilgen, der erfolgreich mit seinen Methoden durch Deutschland tourt, bloß durch Gedankenkraft die an sich kürzeren Mittelfinger nachwachsen, machte den Anwesenden zahlreicher Singener Unternehmen deutlich, dass sie unterbewusst ihr Auto lenken, denn ansonsten würden sie es in den Graben fahren und konnte zu guter Letzt sogar noch den Namen des Mannes erraten, an den eine junge Frau gerade dachte, die er auf die Bühne zu sich rief. Weniger spektakulär waren die Ausführungen des Gedankenlesers Ilgen zum Unterbewusstsein und seiner Aufforderung einen Wandel immer mit Leidenschaft und Präzision anzugehen.  

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Gerd Springe ergänzte, dass bei Singen Aktiv als Erfolgsrezept hinzukäme, dass man seit dem Beginn vor 15 Jahren keine Fluktuation kenne. Geschäftsführerin Claudia Kessler-Franzen lobte den Ehrenringträger in Anspielung auf die Wortbedeutung des »Laura« Magnumweinpräsents als »Jahrgangsbesten«, der großartige Arbeit leiste und deshalb einen »flüssigen Lorbeerkranz« verdiene.  

Beeindruckender als die Vorführung von Dr. Florian Ilgen, die wirtschaftlichen Zahlen des »Chancenstandort Singen«, den Dr. Springe und Claudia Kessler-Franzen den Gästen der Abendgesellschaft präsentieren konnten. Beispielsweise das »Bruttoinlandsprodukt von Singen« ist inzwischen auf den Schätzwert von mehr als 1,8 Milliarden Euro angewachsen. Mit einem Volumen für größere Investitionen aus den letzten beiden Jahren und mit den beschlossenen Volumina für die anschließenden zwei Jahre - von zusammen über 300 Millionen Euro wird Zukunftssicherung durch die Unternehmen am Standort Singen betrieben.

»Vor 15 Jahren gab es in Singen 21.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, aktuell sind es 3.700 mehr. Das ist überraschend gut! Und ist rein rechnerisch gleichbedeutend, als hätten sich drei Großbetriebe von der Durchschnittgröße unserer fünf Bestehenden neu bei uns angesiedelt«, rechnete Dr. Springe vor.  

Erfreulich es wurden auch jährliche Energieeinsparungsziele zwischen 2 und 5 Prozent vereinbart. Als herausragende Beispiele nannte Claudia Kessler-Franzen: »Wärmeaustausch zwischen Georg Fischer und dem Maggiwerk, Solarstromeinspeisung bei Okle und Meder, Inbetriebnahme einer Kraftwärmekopplungs-Anlage bei der Wefa, Riesenenergieein-sparungen bei Luftvorhängen an Toren von Industrielagerhallen, Modernisierung bestehender Gebäude bei der Spedition Maier und der Thüga sowie komplette Neubauten und Umbauten unter besonders energetischen Anforderungen wie bei der Sparkasse Hegau-Bodensee.

Ein besonderes Augenmerk legt Dr. Springe auf den weiteren Ausbau der schon bestehenden Schulbandbreite. Zur Zeit werde intensiv geprüft, ob eine Zusammenarbeit mit der Konstanzer Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Singen möglich sei und ob die Etablierung eines Schülerforschungszentrums realisiert.

Mehr Bilder gibt in der Galerie.

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr