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Mehr Impfstoff für den Landkreis

Symbolbild
Symbolbild: Malteser

Landkreis Konstanz erhält zusätzliche Lieferung von Biontech/Pfizer und AstraZeneca

 

Landkreis Konstanz. Gute und schlechte Nachrichten hatte Landrat Zeno Danner in der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage am Dienstagmorgen. Die Zahlen verfolgen weiter den Trend nach oben, auch wenn sich in der Grafik des Landratsamts weiter ein Sägezahn-Muster zeigt. Am Osterwochenende lag die Zahl der positiv getesteten im Landkreis knapp unter 750. Das ist ein neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie. Bis Montag sank diese Zahl allerdings wieder auf 567. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut Angaben des Landesgesundheitsamts am Dienstagnachmittag bei 93,6 (Das Robert-Koch-Institut weist darauf hin, dass über die Osterfeiertage weniger Menschen einen Arzt aufsuchen. Dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies sei bei der Interpretation der aktuellen Zahlen zu beachten).

»Wie erwartet ist auch die Zahl der Patienten mit schwerem Verlauf wieder angestiegen«, erklärte Prof. Frank Hinder, der Ärztliche Direktor des Hegau-Bodensee-Klinikums. Aktuell befinden sich in Singen und Radolfzell 38 Patienten in Isolation weiter 16 in Konstanz.

Zusätzliche Lieferungen zugesagt

Durch die neuen Regelungen bezüglich des AstraZeneka-Impfstoffs Waren neue Termine im Kreisimpfzentrum frei geworden. Diese waren allerdings so begehrt, dass die Buchungsplattform zusammengebrochen ist. »Mit dem Ergebnis, dass am Montag rund 500 Menschen mehr als geplant zum Kreisimpfzentrum kamen«, wie Landrat Danner berichtet. Knapp 100 von Ihnen konnten zusätzlich geimpft werden, die restlichen wurden auf eine Warteliste gesetzt und erhalten einen neuen Termin. Landrat Danner zeigte sich erfreut darüber, dass die Nachfrage nach dem Vakzin von AstraZeneca trotz der Medienberichte über selten auftretende Hirnvenenthrombosen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung sehr hoch ist.
Insgesamt konnten am Montag trotz des Feiertags 884 Impfungen durchgeführt werden. Damit steigt die Zahl der im Landkreis Konstanz verimpften Dosen auf insgesamt über 30.000. Nun soll das Impftempo noch weiter steigen, denn nachdem Landrat Danner und der Konstanzer OB Uli Burchardt Gespräche mit dem neuen Amtschef des Sozialministeriums in Stuttgart geführt und dort die ihrer Meinung nach ungerechte Verteilung des Impfstoffs im Land angeprangert hatten, gab es in Stuttgart ein Einsehen. »Wir bekommen eine zusätzliche Lieferung von 1.170 Dosen des Biontech-Impfstoffs«, kündigte der Landrat an. Zusätzlich kommen 4.000 Dosen AstraZeneca aus einem Sonderkontingent des Landes. Ein Teil davon wird bei Sonderterminen im Bodenseeforum Konstanz verimpft. Hierzu wird die Stadt rund 1.000 über 80-Jährige abtelefonieren. Die restlichen Impfdosen aus diesem Kontingent werden in Singen verimpft. Wann die Terminbuchung hierfür erfolgen kann, war am Dienstagmorgen noch nicht klar. »Die Maßgabe hierfür ist wie immer: so schnell und zielgerichtet wie möglich«, betonte Landrat Danner.

Kreisweites Testwochenende

Ein weiterer Baustein zur Pandemiebekämpfung im Landkreis Konstanz soll das kreisweite Testwochenende vom 23. bis 25. April sein. Ziel der Organisatoren im Landkreis ist es, an diesen drei Tagen insgesamt 100.000 Tests durchzuführen. Damit könnte dann theoretisch gut ein Drittel der Kreisbevölkerung durchgetestet werden. Natürlich hängt es jedoch am Ende von der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ab. »Das Testwochenende soll dazu dienen, möglichst viele symptomfreie Verläufe zu finden, die ansonsten unbemerkt dazu beitragen würden, dass sich das Virus weiter verbreitet. Damit wollen wir natürlich letztendlich näher in die Richtung von Öffnungsschritten kommen«, betonte Danner.

Wochenblatt @: Dominique Hahn


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