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Mehr Wohnqualität und höhere Attraktivität

Manfred Ossola, BM Aach Zwischenbilanz
Manfred Ossola, Bürgermeistervon Aach zieht eine Zwischenbilanz. swb-Bild: Thomas Niedermüller

Aachs Bürgermeister Manfred Ossola zieht eine Zwischenbilanz

Aach. Eine rege Bautätigkeit herrscht im Hegaustädtchen Aach. Doch neben der umfassenden Ortskernsanierung stehen weitere wichtige Vorhaben auf der Agenda.

1. Frage: Mehr als die Hälfte des Jahres 2021 ist bereits vorbei, wie sieht Ihre Zwischenbilanz für die Stadt Aach aus? Was konnte trotz der schwierigen Corona-Lage umgesetzt werden?
Manfred Ossola
: Das erste Halbjahr war geprägt von Baumaßnahmen. Die Umgestaltungsarbeiten in der Ortsmitte sind in vollem Gange und nehmen langsam Konturen an. Im März startete der Glasfaserausbau durch die Firma UGG (Unsere Grüne Glasfaser), welche die öffentlichen Straßen und Wege im Rahmen des Telekommunikationsgesetzes nutzt, um Leerrohre für die Versorgung aller Gebäude mit Glasfaser einzulegen. Im Baugebiet Längenberg Ost, 3. und 4. Abschnitt, hat die private Bautätigkeit eingesetzt und die Stadt Aach hat zusammen mit Fremdfirmen und den Mitarbeitern des Bauhofes den neuen Spielplatz aufgebaut. Der Kindergartenanbau wurde fertiggestellt und die Umbaumaßnahmen im Altbestandes mit energetischer Sanierung wurden vorangetrieben. Bauplanerisch wurde der Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude auf dem Roth-Areal und eine Neubebauung auf dem Weg gebracht.

2. Frage: Durch die Pandemie waren zusätzliche Ausgaben nötig und andere Einnahmen gingen zurück. Wie ist die finanzielle Situation in Aach?
Manfred Ossola
: Die finanzielle Situation ist stabil. Einzelne Pandemie bedingte Ausgaben wurden größtenteils durch Zahlungen von Bund und Land ausgeglichen. Die Gewerbesteuereinnahmen wurden vorsichtig im Haushaltsplan angesetzt und konnten bisher auch erreicht werden. Die vorgenannten Baumaßnahmen sind durch Zuschüsse und vorhandene Rücklagen finanziert.

3. Frage: Ein Blick nach vorne: Wie sehen Sie die weitere Entwicklung in Ihrer Gemeinde? Welches sind die wichtigsten Vorhaben und wo erwarten Sie größere Probleme?
 Manfred Ossola
: Die Versorgung unserer Einwohner mit Kindergartenplätzen, der Grundschulversorgung und durch einen Nahversorger ist sichergestellt. Die Versorgung mit flächendeckendem Glasfaserausbau als wichtiger Standortfaktor, nicht nur für Betriebe, sondern auch für die Privathaushalte ist auf den Weg gebracht. Die neu gestaltetes Ortsmitte wird auch die Wohnqualität und die Attraktivität unserer Stadt verbessern. Ab dem Frühjahr 2022 wird das Pflegeheim seinen Betrieb aufnehmen und ein wichtiges Vorhaben ist auch die ärztliche Versorgung weiterhin sicherzustellen. Der Um- und Erweiterungsbau des Gebäudes Mühlenstraße 1 zum Vereinszentrum ist das nächste große Bauvorhaben. Hier machen uns die Entwicklung der Baupreise derzeit große Sorgen. Die Ausschreibung für den Bau eines Quellsammelschachtes für die Wasserversorgung hat dies verdeutlicht. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde wegen deutlich überhöhter Preise die Ausschreibung aufgehoben. Der Klimaschutz, der Ausbau von erneuerbaren Energien durch die Suche nach Standorten für großflächige Fotovoltaik Anlagen stehen auf der Agenda. Wir hoffen, dass das Vereinsleben wieder Fahrt aufnimmt und das öffentliche Leben von Normalität und nicht durch Einschränkungen geprägt wird. Für den Erhalt und Unterhalt der bestehenden und neu geschaffenen öffentlichen Anlagen müssen wir in Zukunft Mittel einplanen. Die Schaffung von Wohnraum und Arbeitsplätzen wird als Zielsetzung ebenfalls seinen Platz einnehmen.

Wochenblatt @: Ute Mucha


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