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Messmer-Stiftung hat kein Verfallsdatum

20. Jubiläum Messmer Stiftung
Lassen das Erbe des verstorbenen Wohltäter-Ehepaares Erika und Werner Messmer auch nach deren Tod weiterleben: Cornelia Messmer und Dr. Gunter Langbein, Vorsitzender des Stiftungsrates der »Werner und Erika Messmer«-Stiftung.swb-Bild: gü

Knapp 200 Antragsteller werden im 20. Jubiläumsjahr bedacht

Radolfzell. Es ist bereits zum festen Ritual in Radolfzell geworden, dass bei der »Werner und Erika Messmer«-Stiftung der Spendentopf geleert wird - und dies seit nunmehr 20 Jahren. Im Jahr 1998 im Strandcafe gegründet, feierte die Stiftung in der vergangenen Woche ihren runden Geburtstag mit einem Festakt im Milchwerk. Dabei war dem Stiftungsvorstand um Petra Bialoncig, Arnulf Heidegger, Karl Steidle und dem Vorsitzende des Stiftungsrates, Dr. Gunter Langbein, vor allem eine Message besonders wichtig: »Die Messmer-Stiftung ist auf die Ewigkeit ausgerichtet - sie hat auch nach dem Tod des Stifterehepaares kein Verfallsdatum«, erklärte Langbein in seiner Eröffnungsrede. Überhaupt habe die Stiftung nach ihrer Gründung 1998 stetig an Bedeutung für das gesamte WOCHENBLATT-Land zugenommen, was sich auch die beachtliche Anzahl an Spendenempfänger 2018 und der Spendensumme widerspiegelt: In diesem Jahr wurden 570.000 Euro bereitgestellt. Für die Schulförderprojekte steht eine weitere Ausschüttung von 200.000 Euro in Aussicht. Nach Angaben von Bialoncig sind über 200 Anträge bei dem Stiftungsrat eingegangen - 30 davon wurden abgelehnt, da sie nicht dem Stiftungszweck entsprachen. Knapp 20 Anträge wurden indes den Schulförderprojekten zugeordnet. Bis zum vergangenen Jahr wurden insgesamt 2,7 Millionen Euro ausgeschüttet. Nach dem Tod von Erika Messmer vor vier Jahren und dem Ableben von Werner Messmer vor zwei Jahren hat sich das Stiftungskapital nach Angaben von Steidle auf 40 Millionen Euro erhöht. 20 Prozent der Spenden 2018 fließen in soziale Projekte vor allem in den Bereich Integration.
Dass die alljährliche Spendenausschüttung auch immer der Zeitpunkt zum »Danke« sagen ist, verdeutlichte Oberbürgermeister Martin Staab in seiner Rede, denn nicht jede Stadt habe eine solch wertvolle Stiftung. »Bei den Spendenempfänger sind auch viele städtische Projekte dabei, die nicht in der Pflicht der Stadt Radolfzell stehen und mit Hilfe der Stiftung realisiert werden konnten«, betonte der Radolfzeller Rathauschef. Dazu zählte das »cafe connect«, die Kindertheatertage oder das »Lollipop«. Durch eine Sonderspende sei unter anderem auch das Montessori-Kinderhaus gebaut worden.
Der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung hob die Bedeutung der Stiftung für die gesamte Region und die Menschen, die darin leben, in seinem Redebeitrag ebenfalls hervor: »Die Messmers wollten die unterstützen, die etwas für die Gesellschaft tun.« Er zeigte sich davon überzeugt, dass dem Stifter-Ehepaar das Herz aufgehen würde, wenn sie den Blick in die Stadt richten und die zahlreichen sozialen und integrativen Projekte sehen, die durch ihre Hilfe realisiert werden konnten. »Wir sehen jede Spende als Investition in die Zukunft«, erklärte der Stiftungsrat um Bialoncig, Steidle und Heidegger unisono.

Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert