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Mieterbund unterstützt Aufruf zur Demo beim Wohngipfel

Mieterbund
Mit plagativen Symbolen wird für den alternativen Wohnungipfel in Berlin geworben.

"Alternativer Wohngipfel" will gegen die Politik Seehofers Sturm laufen

Konstanz/Berlin. Der Mieterbund Bodensee unterstützt den Aufruf zum Alternativen Wohngipfel in Berlin. Die Veranstaltung ist eine Gegenveranstaltung zum Wohngipfel,den Innen- und Heimatminister Horst Seehofer nächste Woche mit der Bauwirtschaft und Verbänden auf Einladung der Bundesregierung veranstaltet.

Doch sowohl der Teilnehmerkreis dieser Runde als auch das bisherige Handeln der Regierung lassen keine nennenswerten Ergebnisse für Mieter und Wohnungssuchende erwarten, meint der Deutsche Mieterbund. Zusammen mit dem Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), dem Paritätischen Gesamtverband, dem Sozialverband VdK, der BAG Wohnungslosenhilfe und dem Bündnis #Mietenwahnsinnruft er zum Alternativen Wohngipfel am Donnerstag, den 20. September und  am Freitag, den 21. September zu einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt in Berlin auf.

Der  Mieterbund Bodensee ruft zur Teilnahme an beiden Veranstaltungen auf. Auf zahlreichen Workshops und Foren diskutiert der Alternative Wohngipfel, wie in Deutschland bezahlbarer Wohnraum entstehen kann und wo Miet- und Baurecht verändert werden müssen.

Winfried Kropp, Vorstandsmitglied des Mieterbunds Bodensee wirkt als Experte im Forum „Betongold – Wohnungsspekulation beenden“ mit. Dort diskutieren Vertreter der Mietervereine und der betroffenen Mieter, wie die großen Immobilien- und Wohnungskonzerne wie "Vonovia" besser kontrolliert und zu „sozial verträglichem Verhalten“ bewegt werden können. Auf dem Podium ist auch Corina Jäger von der Konstanzer Mieterinitiative Schwaketenstraße vertreten.

„Wir werden analysieren, wie Konzerne wie Vonovia Profite auf Kosten ihrer Mieter machen und diskutieren Vorschläge zur Kontrolle der Konzerne,“ beschreibt Kropp das Programm des Workshops. Eine Schlüsselrolle spiele dabei das Mietrecht. „Mieter brauchen wirksame Mitbestimmungsrechte, wenn sie schon die Kosten einer Modernisierung alleine bezahlen müssen,“ fordert er. Ohne wirksame Kostenkontrolle gebe es keinen Anreiz für wirtschaftlich vernünftiges Handeln, fasst er die Erfahrungen mit den Modernisierungen der Vonovia in der Schwakenstraße zusammen.

Im Aufruf zum Gipfel und zur Kundgebung fordern mittlerweile über 100 Unterstützergruppen eine Absenkung der jährlichen Modernisierungsumlage auf vier Prozent der Investitionssumme. Die Verbände fordern zudem eine Wiederbelebung des sozialen Wohnungsbaus. Dabei seien höhere Zuschüsse alleine nicht ausreichend, nötig seien mehr kommunale und gemeinnützige Bauträger. Reformen in der Grundsteuer und im Bodenrecht sollen Wohnungs- und Grundstücksspekulation unterbinden.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler