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Mit Entschlossenheit und Zuversicht vor der Herausforderung gegen Dormagen

| Andreas Joas | Sport | Handball
HSG Dangers
Sie wollen nach Toren jagen im Spiel gegen Dormagen: Markus Dangers und Matthias Hild. swb-Bild: Pisa/HSG

Lübbecke-Bezwinger am Freitagabend in der Schänzle-Halle zu Gast

Konstanz. Am Freitag, 20 Uhr, (ab 19.30 Uhr im kostenlosen Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream) empfängt die HSG Konstanz das nächste Spitzenteam. Nach dem chancenlosen Auftritt beim Tabellendritten Lübbecke erwartet die HSG mit Lübbecke-Bezwinger TSV Bayer Dormagen den Tabellensechsten.

Dormagen hatte mit seinem fulminanten 27:19-Auswärtssieg in Lübbecke wenige Tage vor dem Konstanzer Gastspiel für jene Wut im Bauch des Ex-Erstligisten gesorgt, die sich an der HSG entlud. Gleichzeitig zeigt der deutliche Erfolg des TSV, über welches Potenzial das junge Team von Trainer Dusko Bilanovic verfügt. Die äußerst talentierte Mannschaft schwimmt nicht nur sehr erfolgreich im Konzert der „Großen“ mit, sondern, so Bilanovic, setzt immer wieder „Ausrufzeichen.“ Gegen Hüttenberg hatte Dormagen zuletzt das Nachsehen – nun wird, wie bei Lübbecke vor dem Spiel gegen die HSG, eine Reaktion gefordert. „Wir haben großen Respekt vor Konstanz. Ich erwarte ein schwieriges Spiel – wie jedes Spiel in der 2. Bundesliga“, sagt Dormagens Coach und: „Der Kader sieht gut aus.“

Bei den Konstanzern hieß es das Erlebnis aus Lübbecke aus den Kleidern und Gedanken zu bekommen. „Das muss man abhaken und schnell nach vorne sehen“, sagt Daniel Eblen, zumal die Aufgabe gegen Dormagen nicht leichter wird. Dafür spricht vor allem die Entwicklung und Leistung des 23-jährigen Linkshänders André Meuser, der aus Rostock kam. Mit 2,07 Metern und 103 Saisontoren überragt er alle seine Mitspieler und hat zudem schon 48 Assists aufgelegt – Bestwert beim Ex-Erstligisten, der viele eigenen Talente in der ersten Mannschaft aufbietet. Gerade die vielen Vorlagen sind beachtlich für einen großen Shooter. Er fehlte zuletzt über weite Strecken gegen Hüttenberg, soll nun aber wieder eingreifen. Eblen: „Sie spielen eine großartige Saison. Meuser halte ich mit für den most improved player, einen derjenigen Akteure, die sich am meisten verbessert haben.“ Der Ex-Erstligist und ehemalige Europapokalfinalist hat im Ganzen eine starke Entwicklung genommen. Eblen attestiert Dormagen eine stabile Abwehr, aus der es „zügig nach vorne geht. Sie sind dabei sehr variabel und ihre Torerfolge auf alle Positionen verteilt.“

Insofern kommt es auf für die Gastgeber am Freitag wie schon gegen Bietigheim (27:23) auf die Entschlossenheit und Zuversicht in den Aktionen an. Etwas, das nach frei vergebenen Chancen und Fehlern in Lübbecke schnell verloren ging. „Auch nach missglückten Aktionen und in schlechten Phasen müssen wir zuversichtlich bleiben und entschlossen an die Sache herangehen“, fordert der 46-Jährige, der Dormagen zu den besten Teams der Liga zählt. Deshalb wolle man auf sich sehen und an die guten Leistungen in eigener Halle anknüpfen. Die Gäste aus Westdeutschland reisen indes mit Selbstvertrauen an den Bodensee, das wird in den Worten von Bilanovic deutlich: „Konstanz hat die Hälfte der bisherigen zwölf Heimspiele gewonnen. Wir wissen, zu was die Mannschaft in der Lage ist und ich gehe davon aus, dass es ein enges Spiel wird mit einem besseren Ende für uns als in der letzten Saison.“ Damals feierten die Gelb-Blauen einen 31:28-Erfolg. Ein ähnliches Resultat wäre für die HSG immens wichtig. Eblen jedenfalls sieht trotzdem nicht auf die Tabelle, die derzeit wenig Aussagekraft besitzt. In den nächsten Wochen wartet ein Mammutprogram mit vielen englischen Wochen auf die Teams.  „Das wird unglaublich schwierig für alle“, ist sich Eblen sicher. „Wer breit aufgestellt, robust und erfahren ist, hat dabei sicher einen Vorteil.“ Leidenschaft, Wille und Zusammenhalt können ebenfalls den Ausschlag geben. Ein Blick auf das letzte Heimspiel der HSG genügt.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler

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