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Mit Witz, Würze und Nonchalance

Laufnarrenschlag
Sie haben vor 50 Jahren den Laufnarrenschlag erhalten und wurden dafür von Ordensmeister Markus Vollmer geehrt.swb-Bild: sw

Das Debüt von Ordensmeister Markus Vollmer mit vielen Ehrenzeichen

Stockach. Wenn der Narrenrichter spricht, dann wird nicht geredet, geplaudert oder geflirtet. Das muss auch ein Ehrenbürger und Bürgermeister a. D. klaglos akzeptieren. Weil er bei der Dreikönigssitzung des Narrengerichts mit seinen beiden bildhübschen Tischnachbarinnen parlierte, wurde Franz Ziwey von Narrenrichter Jürgen Koterzyna zu einem Viertel Eimer Wein verurteilt - gut 15 Litern. Doch die Strafe wurde in das Lieblingsgetränk des Bestraften umgewandelt: Er darf 15 Liter Cola entrichten, denn die koffeinhaltige Limonade kann müde Stockacher Narren wachhalten.

 

Die Dreikönigssitzung war auch das Debüt des neuen Ordensmeisters Markus Vollmer, der gleich sehr tief in die Kiste mit Ehrenzeichen greifen musste. Mit der Hans-Kuony-Plakette in Gold zum 50-jährigen Jubiläum ihres Laufnarrenschlags wurden Norbert Benz, Helmut Bernhard, Peter Greiner, Ewald Grundler, Horst Heine, Bernd Kempter, Karlheiz Höre, Rainer Schwab und Joachim Konrad geehrt. Und die Hans-Kuony-Plakette in Silber ging an Frank Eckardt, Roland Kamenzin, Arne Bo Egedius, Jochen Fischer, Andreas Messmer, Andreas Schneider und Thomas Warndorf, die vor 25 Jahren zu Laufnarren geschlagen worden waren. 

 

Umrahmt waren die Formalia von einem vergnüglich-ernsten Rahmenprogramm. Zirkuspfarrer Adrian Bolzern aus der Schweiz unterhielt mit kernigen Anekdoten, die Hans-Kuony-Kapelle mit ihrem neuen Chef Karl Schwegler sorgte für das Musikalische, und der Singener Künstler Antonio Zecca stellte die von ihm neu gestaltete Seite des Narrenbuchs mit einem schrillen Eigenporträt vor

Wochenblatt Redakteur @: Simone Weiß