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Närrisches Jahrmarktjubiläum

Närrischer Jahrmarkt
Hoorig auf 125 Jahre Närrischen Jahrmarkt v.l.: Zunftkanzler Ali Knoblauch und die drei letzten Marktmeister der Poppele, Wolfgang Denzel, Jogi Kohnle und Rainer Maier. swb-Bild: stm

Ablassbriefe und jede Menge Spaß im 125. Jahr

Singen. Es ist unterm Hohentwiel eine liebgewonnene Tradition, dass die Narren sich am Fasnet-Suntig beim Närrischen Jahrmarkt auf dem Rathausplatz treffen. De Billige Jakob mit seinen unzähligen Kuriositäten, das Bähnchen, das Kindertheater der Muttersproch Gesellschaft der Wurstzipfelstand sowie jede Menge Spaß und Foppereien machen ihn zu einem harmonischen Ausklang der Straßenfasnet in Singen für die ganze Familie.  

Vor 125 Jahre gab es den Närrischen Jahrmarkt das erste Mal. Wie der Marktmeister der Poppele-Zunft Rainer Maier, mutmaßt, vielleicht begründet aus einem Fasnetmotto. Ab den 50 er Jahren sei der Jahrmarkt in Singen richtig ins Rollen gekommen und aus der Singener Fasnet nicht mehr wegzudenken. Für den ehemaligen Marktmeister Wolfgang Denzel ist es ein »toller Treffpunkt«. Für Jogi Kohnle, der von 1993 bis 2013 Meister über den Jahrmarkt war, sind es die Vereine, die gemeinsam hier so vieles auf die Beine stellen. In einem Jahr musste sie den Platz für den Jahrmarkt selbst mit Raupen von Hans Willam räumen. Wegen der Kuwait-Krise fiel er 1991 aus. Christian Siebold erinnert sich im Gespräch mit dem WOCHENBLATT an die Erbsensuppe in den 60er Jahren, die die Maggi ausschenkte. Auch 2019 war wieder für Speis und Trank in unterschiedlichster Weise gesorgt.

Doch auch die Truppen vom Zunftball wie der mobile Stammtisch und der Straßenfasnet wie der »Glo-Bus« - die mobile Toilette mit Schaffner Helmut Thau machten Station beim Närrischen Jahrmarkt. Originell die Ablassbriefe, die die Freunde der Scheffelhalle anboten und die gerade an Fasnet reißenden Absatz fanden.

Zunktkanzler Ali Knoblauch und Säckelmeister Holger Marxer zogen ein positives Fazit einer tollen Fasnet in Singen. Das Sicherheitskonzept sei voll aufgegangen, so Marxer. Und Knoblach scherzte, für das tolle Wetter sei der Zunftkanzler verantwortlich gewesen.

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Wochenblatt @: Stefan Mohr