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Naturschutz-Substitut zum Start ins neue Jahr

Naturschutztage
Ministerpräsident Winfried Kretschmann gehörte in der Vergangenheit zu den prominentesten Gästen der Naturschutztage. In der digitalen Podiumsdiskussion im Januar wird er nicht dabei sein. Trotzdem soll die Landespolitik im Fokus stehen. swb-Bild: Archiv

Statt der Radolfzeller Naturschutztage gibt es Anfang Januar ein virtuelles Naturschutzfrühstück

Radolfzell. Eigentlich gehören sie zu den festen Terminen im Kalender vieler Baden-Württembergischer Umweltschützer: Die Radolfzeller Naturschutztage konnten noch in diesem Jahr, bei ihrer 44. Auflage Anfang Januar, einen Besucherrekord von 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verzeichnen. Mit diesem Rückenwind waren die Planungen für die Naturschutztage schon weit vorangeschritten, doch inzwischen machten die Organisatoren von den Umweltverbänden BUND und NABU klar: Die Naturschutztage 2021 müssen ausfallen.

»Wir waren mit der Planung eines attraktiven Programms schon sehr weit fortgeschritten und uns ist bewusst, wie wichtig die Naturschutztage als Motivationsquelle und Begegnungsstätte für die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind«, teilen die Organisatoren auf der Internetseite mit. Immerhin, das Thema Naturschutz soll trotzdem zum Jahresbeginn ganz besonders in den Fokus gerückt werden. Die beiden Verbände NABU und BUND laden nämlich zu einem »Virtuellen Naturschutz-Frühstück« am 4. Januar von 10 bis 11.30 Uhr ein.

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl

Dabei soll vor allem die anstehende Landtagswahl im Fokus stehen. Die Spitzenpolitiker Andreas Schwarz (Grüne), Raimund Haser (CDU), Andreas Stoch (SPD) und Daniel Karrais (FDP) diskutieren dabei per Video-Konferenz mit den Vorsitzenden der beiden großen Umwelt- und Naturschutzverbände im Land. Auf dem Programm stehen Fragen wie: »Wie werden sich die Parteien nach der Landtagswahl am 14. März 2021 konkret für die Biodiversität einsetzen?«, »Was werden sie tun, um die Klimakrise in den Griff zu bekommen?«, Und »wie stehen sie zu den Forderungen, die BUND und NABU im Vorfeld der Wahl formuliert haben?«, teilen die Verbände mit. »Wir erwarten, dass unsere vier Gäste aus dem Landtag dem Publikum klar vermitteln, wie ihre Parteien die großen Herausforderungen der Klima- und Biodiversitätskrise angehen wollen«, betont die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender.

Naturschutztage sollen 2022 wieder stattfinden

Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos über die Video-Plattform »Zoom« möglich. Hierzu ist lediglich eine Anmeldung unter www.NABU-BW.de/LTW21 nötig. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Möglichkeit über die Chat-Funktion des Programms Fragen zu stellen. Diese werden dann gebündelt an das Podium weitergegeben, teilen die Veranstalter mit. Was die Naturschutztage anbelangt herrscht aber zumindest für 2022 wieder Zuversicht. »Wir hoffen sehr, dass sich die Lage in den nächsten Monaten entspannt und wir die Naturschutztage Anfang 2022 in bewährter Weise durchführen können, heißt es auf der Internetseite der Veranstaltung. Als Termin wird dort auch schon der 6. bis 9. Januar 2022 genannt.

Wochenblatt @: Dominique Hahn