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Neue Dorfmitte und weitere Projekte auf Agenda

Bürgerempfang Beuren
Illustre Gäste beim Bürgerempfang Beuren. swb-Bild: bg

Landesehrennadel bei Neujahrsempfang verliehen

Singen-Beuren. Zum traditionellen Bürgerempfang in Beuren konnte Beurens Ortsvorsteher Stephan Einsiedler am Sonntag im Namen des Ortschaftsrates zahlreiche Besucher‘innen und Gäste erstmals im CURANA begrüßen.

Der Neujahrsgruß von Singens OB Bernd Häusler in der „neuen Stadthalle, um die andere froh wären“, ließ aufhorchen: „Befürchtungen, wenn die Halle steht, kriegt Beuren die nächsten 10 Jahre nichts mehr, sind falsch“, so der Rathauschef. Es wird „weiterhin Positives“ geschehen, so z.B. der Ausbau der Rathaus-Bushaltestelle, wofür 60.000 Euro eingeplant sind, weitere Gespräche bezüglich der Aach-Renaturierung mit den Wasserkraftwerken, die Entschärfung der gefährlichen Kreuzung außerorts sowie eines sicheren Radweges zum Minkloh-Wald Richtung Steißlingen.

Angesichts des deutlich spürbaren Klimawandels – „der Januar ist warm wie März, April – und am Schiener Wald sind die Bäume braun“ – regte der OB auch zum Nachdenken über eine vielleicht mögliche Nutzung des CURANA-Dachs zur Gewinnung von Ökostrom an. Um Singens Strassenverkehr zu entlasten – „wir haben täglich 17.000 Einpendler und 8.000 Auspendler“- besteht der OB nachdrücklich auf einer zuverlässigen, pünktlichen Regionalbus-Anbindung auch und gerade in Beuren, wo Einwohner zum Stadtbustarif fahren – Singen gleicht die Differenz aus. Aber es müsse dann auch klar sein, „dass ein Bus nach Gaienhofen fährt, und nicht nach Gailingen“, so der OB unter Beifall.

Er freue sich auf die Diskussion und Planung um die Neue Mitte Beurens, zweigeschossig, Insbesondere mit Mietwohnungen für Jung und Alt. Häusler hofft, gemeinsam mit Einsiedler, auf Fortschritte im Baugebiet Engener Strasse bis „zur ersten Baugrube 2022“, zudem auf entsprechende Lärmschutzmassnahmen. „Ruhe in den Wohngebieten“ verspricht auch der benachbarte, neue Bolzplatz, so der begeisterte Fußballer.
1543 Menschen leben in Beuren, für die der Ortschaftsrat nun seit 173 Tagen aktiv sei, so Ortsvorsteher Einsiedler. Neben dem Dank an den OB und den Singener Gemeinderat insbesondere für das „Jahrhundertbauwerk“ wies er auf eigenständige Maßnahmen an, so eine erste geplante Musterstrecke vom Dorfbach-Brückle zum Gässle und die erfolgte Hochstamm-Anpflanzung von „23 bunt gemischten Obstsorten“ zwischen CURANA und Eichbühl. Er appellierte, langsamer und umsichtiger im Ort zu fahren, arbeitet im Schulterschluss mit Häusler am Thema mehr Verkehrssicherheit außerorts, wies auf verbesserte Service-Zeiten in der Verwaltung hin.

Zudem kündigte er eine Bürgerinforunde „Neue Dorfmitte“ am Freitag 20. März an, sucht Beuren eine kluge Lösung nach Schließung der letzten Gaststätte und zeigte sich stolz auf die vollumfängliche Nutzung „der genialen Lokation“ CURANA durch lokale Vereine – im März wird der Blasmusikverband Hegau-Bodensee dort tagen und einen Gala-Abend veranstalten.

Gemeinsam mit OB Häusler ehrte er Armin Feuerstein, der für unglaubliche 46 Jahre äußerst aktive Mitgliedschaft und Verantwortung im Musikverein die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg verliehen bekam – sowie rauschenden Beifall im Saal. „Sein“ Musikverein Beuren unter Leitung von Ralf Futterknecht umrahmte schwungvoll den Festakt, der in einen Auftritt des Zauberers „Piccolo“, einen geselligen Empfang und den lohnenswerten Besuch der 1. Kunstausstellung im Obergeschoss einmündete.

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Wochenblatt @: Stefan Mohr