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Neue Rettungswache schafft Platz in vielen Dimensionen

Spatenstich
Corona-konform mit Masken, um damit etwas dichter stehen zu können wurde der Spatenstich für die neue DRK-Rettungswache am Donnerstag vollzogen. swb-Bild: of

Spatenstich an der "Schanz" in Singen vollzogen / Fertigstellung bis Frühjahr 2022

Singen. Vier Jahre Vorbereitungen, Standort- und Zuschuss-Suche liegen hinter dem Kreisverband des DRK bis zum nun erfolgten symbolischen Spatenstich der neuen Rettungswache in Singen. Nun liegen Investitionen von über vier Millionen Euro vor dem Verein, die freilich noch weitere Investitionen nach sich ziehen, wie der Vorsitzende des DRK im Landkreis, Alt-Landrat Frank Hämmerle, Singens OB Bernd Häusler und Architekt Wolfgang Riede am Donnerstag, 9. Juli. vor Ort an der dicht befahrenen B 34 zum symbolischen Akt erklärten. Architekt Wolfgang Riede unterstrich, dass hier mehr als ein Zweckbau geschaffen werde, denn er solle auch als "Stadteingang" wahrgenommen werden. Die Stadt Singen hat hier durch Erbpacht den Weg geebnet, 99 Jahre seien fast genauso wie auf dem eigenen Grundstück, meinte OB Bernd Häusler in seinem Grußwort.

Nachdem das DRK wieder genügend Platz für seine Fahrzeug hat und auch die MitarbeiterInnen, wird sich der Ortsverband des Roten Kreuz in die Alte Rettungswache umsiedeln und dadurch wiederum Platz machen für eine Erweiterung des Feuerwehrdepots an der Hauptstraße beim Rathaus. Jetzt wird aber erst mal bis zum Frühjahr das begonnene Projekt vollendet.

Alt-Landrat Frank Hämmer ging auf die Vorgeschichte ein. Auslöser für die Suche nach einem Standort waren die beengten Platzverhältnisse. Auf dem bisherigen Grundstück war eine Erweiterung nicht möglich. Weil die Einsatzfahrzeuge immer größer werden, und man vor 24 Jahren beim Bau nur an männliches Personal gedacht hatte, muss nun aber dringend erweitert werden. 

Rund 5.600 Einsatzfahrten, 3.000 Norarzteinsätze und dazu etwa 8.000 Krankentransporte wurden über die Rettungswache in Singen abgewickelt, berichtete Hämmerle weiter. Weil die Ausfahrt an einer Bundesstraße liegt, darf sie auch nur für Einsätze genutzt werden, so Architekt Riede. Die Zufahrt für die Mitarbeiter muss über eine Erschließungsstraße zum rückwärtigen Teil des Gebäudes abgewickelt werden. 

Zufrieden mit dem Schritt zeigte sich auch der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Normen Küttner. Die Verhältnisse in der gegenwärtigen Rettungswache seien immer beengter geworden, nun bekomme man mehr Raum. Derzeit arbeiten in 24 Stunden-Bereitschaft 14 Notfallsanitäter, 7 Rettungsassistenten, 27 Rettungssanitäter und 10 FSJ'ler.

Mehr Bilder vom Spatenstich gibt es in unserer Galerie.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler