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Nicht im Alleingang

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JSG Hegau Glückwünsche
Die JSG Hegau macht es vor: Gemeinsam im Handball zum Erfolg. swb-Bild: ts

Jugendspielgemeinschaft Hegau rockt die Handball-Hallen

Region. Xavier Naidoo hat es bereits bei der Heim-Weltmeisterschaft 2006 gewusst: Im Sport geht es nur als Kollektiv, Erfolg kann nur durch eine verschworene Gemeinschaft entstehen, der Einzelne kann Spiele entscheiden, aber die Meisterschaft gewinnt das Team. Wie sonst ist sein Refrain »Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen« aus dem gleichnamigen WM-Dauerbrenner zu verstehen.
Genau diese Botschaft haben auch die Verantwortlichen der JSG Hegau erkannt und ihre Kräfte im Jugendhandball gebündelt. Unter dem Namen »Jugendspielgemeinschaft Hegau«, kurz JSG Hegau, haben die Handball-Abteilungen des TuS Steißlingen und der DJK Singen ihre kompletten Mädchen- und Jungen-Mannschaften gemeinsam als Spielgemeinschaft zum Spielbetrieb zur Saison 2014/15 angemeldet. »Wir sind davon überzeugt, dass dieser Schritt zukunftsweisend ist und Vorteile für die Jugendspieler im gesamten Hegau und möglichst auch im weiteren Umkreis hinaus mit sich bringen wird«, so die beiden Abteilungsleiter Markus Stich (TuS) und Daniel Kech (DJK) unisono. Aufgrund des demographischen Wandels sei es für alle Sportvereine immer schwieriger, genügend Jugendliche für ihre Sportart zu gewinnen. »Schon jetzt können wir nicht immer alle Jugendklassen besetzen. Darüber hinaus gibt es innerhalb einzelner Mannschaften eine Kluft zwischen den leistungsorientierten Talenten und den weniger starken Spielern. Durch die JSG wollen wir beiden Gruppen eine Plattform bieten, um sich sportlich zu betätigen und weiterentwickeln zu können. Über die Attraktivität des Jugendhandballs wollen wir zusätzliche Kinder und Jugendliche für unseren Sport begeistern«, erklären die beiden Vorstände.
Und das Konzept scheint Früchte zu tragen, wie Erich Merk, Jugendleiter der DJK Singen, im Gespräch mit dem WOCHENBLATT erklärte. »Ohne die Jugendspielgemeinschaft wäre es beiden Vereinen nicht möglich gewesen, für alle Altersgruppen eine Mannschaft zu stellen. Die Spielerdecke ist aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge sehr dünn, auch die Ganztagsschule lässt vielen Kindern wenig Spielraum für sportliche Aktivitäten - aus diesen Gründen macht die Spielgemeinschaft doppelt Sinn«, sagt der als im WOCHENBLATT-Land als Handballfachmann geltende Jugendleiter der DJK Singen.
Die JSG Hegau besteht ab der D-Jugend, alle Jugendmannschaften davor sind in den jeweiligen Vereinen eigenständig geführt, treten jedoch schon als JSG Hegau im Spielbetrieb an. Derzeit ist im männlichen Bereich für alle Altersgruppe von der D- bis zur A-Jugend eine Mannschaft gemeldet und bei der E-Jugend sogar deren drei Mannschaften. Im weiblichen Bereich bis auf die A-Jugend auch. »Unser Ziel ist es in den kommenden Jahren pro Altersgruppe zwei Mannschaften zu stellen: Eine leistungsorientierte und eine, die als Sprungbrett um Spieler an den leistungsbezogenen Bereich heranzuführen«, so Merk weiter, der in seiner Zeit als Trainer unter anderem den TuS Steißlingen und TV Ehingen in der Südbadenliga aus dem Hegau coachte. Er betont aber dabei auch, dass es bei der JSG Hegau keine Vereinsbrille gebe. Er betont aber dabei auch, dass es bei der JSG Hegau keine Vereinsbrille gebe. »Wir wollen einfach nur, dass die Kids bei der Stange bleiben. Die HSG Konstanz im männlichen und der SV Allensbach im weiblichen Bereich sind in unserer Region große Zugpferde für junge Talente«, so Merk. Gemeinsam ist dies zu schaffen, ist sich Merk sicher.
Matthias Güntert

Wochenblatt @: Matthias Güntert

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