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Noch im »Regelbetrieb«

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WOCHENBLATT-Corona-Update zum Wochenende

Landkreis Konstanz. Die Corona-Warn-App war nicht nur bei ihrer Einführung heiß diskutiert, auch in der vergangenen woche brandete die Diskussion darum wieder auf. Seit dieser Woche ist die App auch mit anderen Europäischen Corona-Apps kompartibel. Aktuell allerdings nur mit der Irischen und der Italienischen App. In Deutschland wurde die App bisher 20,3 Millionen Mal heruntergeladen, geht aus der Internetseite zur App hervor.

Im Landkreis Konstanz melden sich derzeit im Schnitt zwei Personen pro Woche beim Gesundheitsamt, die über die Corona-Warn-App eine Warnung zu einem Risikokontakt erhalten haben, teilt die Behörde auf Nachfrage des WOCHENBLATTs mit. Es melden sich allerdings nicht alle benachrichtigen Personen beim Gesundheitsamt sondern nehmen direkt einen Abstrich in Anspruch, so die Info aus der Pressestelle des Landratsamts, zu dem auch das Gesundheitsamt gehört. Obwohl das Gesundheitsamt keine Auskunft dazu hat, wie oft die App im Landkreis heruntergeladen wurde, hält die Behörde die App trotzdem für sinnvoll. »Die App ist ein Baustein von mehreren, der bei der Bekämpfung des Virus helfen kann«, so Pressesprecherin Marlene Pellhammer auf Anfrage des WOCHENBLATTs.

Die Aktuelle Entwicklung im Landkreis Konstanz

Aktuell gibt es im Landkreis 148 positiv getestete Menschen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell (Stand Freitagnachmittag) bei 39,1. Das bedeutet, dass, auf 100.000 Einwohner gerechnet, innerhalb der letzten sieben Tage, 39,1 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Seit Beginn der Pandemie wurden im Landkreis Konstanz insgesamt 1.076 Personen positiv getestet. Damit wurde diese Woche die Tausender-Marke überschritten. In den Krankenhäusern des Kreises ist die Lage indes noch entspannt. Aktuell befinden sich acht Menschen in stationärer Behandlung, eine Person davon muss intensivmedizinisch behandelt, allerdings nicht beatmet werden (Stand Donnerstag).

»Die Krankenhauskapazitäten sind noch gut. Die drei Akutkliniken Singen, Konstanz und Radolfzell arbeiten eng zusammen, Corona-Patienten werden gegebenenfalls von einem Standort auf einen anderen Standort verteilt, wenn an einem Standort »zu viele« auftreten. So kommt es aktuell an keinem Standort zu einer Überlastung. Im Moment klappt das sehr gut«, erklärt das Landratsamt gegenüber dem Wochenblatt. Aktuell herrscht Regelbetrieb an allen Kliniken und auch der OP Betrieb laufe noch ohne Einschränkungen. »Aber: Wir fahren auf Sicht, das heißt immer in Anpassung an die tatsächliche Lage. Wenn es sein muss, können wir schnell reagieren - das haben wir alle im Frühjahr gelernt und trainiert. Jetzt muss man dieses Wissen nur noch abrufen. Das ist ein Vorteil«, so die Pressesprecherin des Landratsamts. Auch die Infektionsketten können im Moment noch nachvollzogen werden, auch wenn die Kontaktnachverfolgung aufgrund der steigenden zahlen immer herausfordernder werde.

So beurteilt das Gesundheitsamt die aktuelle Situation im Kreis

»Die Fallzahlen und auch die damit in Zusammenhang stehende Anzahl der Kontaktpersonen nehmen weiter zu. Solange wir noch keinen Impfstoff zur Verfügung haben, haben wir lediglich zwei Instrumente zur Verfügung, um gegenzusteuern. Das eine ist das Containment, das heißt die Kontaktnachverfolgung mit Anordnung von Quarantänemaßnahmen. Das andere Instrument ist die Eigenverantwortlichkeit der Bevölkerung in dem Sinn, die AHA-Regeln und die Empfehlungen zur Lüftung konsequent zu befolgen, auf Zusammentreffen mit vielen Menschen zu verzichten sowie natürlich die seitens der Politik angeordneten Maßnahmen«, so Pellhammer auf Anfrage des WOCHENBLATTs.

Die Lage in den einzelnen Gemeinden

So viele Menschen wurden in den einzelnen Gemeinden des Landkreises in den vergangenen sieben Tagen positiv getestet:

Mehr als 20 Fälle:

- Konstanz (45)

- Singen (27)

 

Zwischen 11 und 20 Fälle:

- Stockach (13)

 

Zwischen 6 und 10 Fälle:

- Radolfzell (9)

 

Zwischen 2 und 5 Fälle:

- Rielasingen-Worblingen (7)

- Allensbach (5)

- Hilzingen (4)

- Gottmadingen (4)

- Steißlingen (4)

- Volkertshausen (3)

- Mühlhausen-Ehingen (3)

- Reichenau (3)

- Bodman-Ludwigshafen (2)

- Gaienhofen (2)

- Gailingen (2)

- Öhningen (2)

 

Jeweils eine neu positiv getestete Person gab es innerhalb der letzten sieben Tage in:

- Mühlingen

- Hohenfels

- Orsingen-Nenzingen

- Tengen

- Büsingen

 

In folgenden Gemeinden wurde innerhalb der vergangenen sieben Tage niemand neu positiv getestet:

- Aach

- Eigeltingen

- Engen

- Moos

 

Der Blick in die Nachbarschaft

Nachdem der Schwarzwald-Baar Kreis letzte Woche zum Risikogebiet erklärt worden war steht dort die Ampel mittlerweile wieder auf gelb. Die Sieben-Tage-Inzident liegt dort laut den Daten des Robert-Koch-Instituts (Stand Freitag) bei 41,9. Aktuell steht die Corona-Ampel in allen Nachbarlandkreisen auf gelb. Landesweit betrachtet liegt die die Sieben-Tage-Inzidenz bei 61,29 (RKI, Stand Freitag) und damit noch immer über der 50er-Marke, die den roten Bereich der Corona-Ampel markiert.

Die Zahl der positiv getesteten Personen steigt auch in der Schweiz exponentiell an. Im Kanton Schaffhausen liegt die Zahl der positiv getesteten aktuell bei 395. Noch steiler verläuft die Kurve im Kanton Thurgau. Dort werden aktuell 498 positiv getestete gemeldet.

 

 

Wochenblatt @: Dominique Hahn


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