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Ostermaier verabschiedet sich als Ehrenbürger

Ostermaier Abschied
Bei seinem Abschied Artur Ostermaier und seine Frau Irene auf der neuen Vespa. swb-Bild: stm

Auch Staufermedaille und Freiherr von Stein Medaille für scheidenden Bürgermeister

Steißlingen. »Leute, das ist wirklich wahr; Nach jetzt über 40 Jahr geht der der Artur, s´isch bekannt, heut in den Ruhestand«. Wenn der Chor aller 25 Bürgermeister aus dem Landkreis zum Abschied ihrem scheidenden Kreisvorsitzenden Artur Ostermaier im Gleichklang ein Ständchen singt, dann veranschaulicht dies vielleicht besser als die zahlreichen Dankesreden am Donnerstagabend in der Seeblickhalle, welch besonderer Kommunalpolitiker aus seinem Amt als Bürgermeister verabschiedet wurde: Artur Ostermaier.  

Die Lobesworte über den »Gentleman vom Bodensee«, »Artur und seine Tafelrunde« angefangen von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer, die sich fragte, wer noch beim gleichzeitig stattfindenden IHK Neujahrsempfang sei, über Landrat Frank Hämmerle, der ihn als »Treiber« des Konnexitätsgrundsatzes würdigte, bis hin zum Bürgermeisterstellvertreter Hugo Maier, der ihn treffend als »Hochleistungsmotor und ruhender Pol zugleich« beschrieb, hoben allesamt das Verbindende im Wirken Ostermaiers hervor. Für Robert Kehle, Präsident des Gemeindetages habe sich der Bürgermeister sowohl für seine Gemeinde wie für alle Kommunen im Gemeindetag eingesetzt, indem er sich die Gabe bewahrt habe, zuzuhören und glasklar Stellung zu beziehen. Der Bundestagsabgeordnete Andreas Jung charakterisierte Ostermaiers Handeln als hartnäckig und verbindlich und kann sich ihn wohl doch eher scherzhaft in seinem »Unruhestand« gar als Lösung für die Berliner Lage vorstellen. 

Die Auszeichnungen und Geschenke für Artur Ostermaier taten ein übriges, um den perfekten Abschied abzurunden. Von Ministerpräsident erhielt er aus den Händen von Landrat Hämmerle - die Staufermedaille. Da er sich in besonderen Maße um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht habe, überreichte der Präsident des Gemeindetages Kehle, ihm überdies die Freiherr von Stein Medaille. Eine besondere Würdigung hat auch der Gemeinderat in seiner Sitzung am 19. Dezember beschlossen. Als dritten Bürgermeister wurde Ostermaier zum Ehrenbürger Steißlingens. Dank der Goldenen Eintrittskarte der Vereine kann er gemeinsam mit seiner Frau Irene zudem alle Veranstaltungen in Steißlingen kostenlos besuchen. Und mit seiner neuen Vespa kann er seine Bürgermeisterkollegen im Landkreis künftig einen Besuch abstatten. Bei denen stehe stets eine Türe für ihn offen, wie Peter Kessler, der vor 35 Jahren als Hauptamtsleiter in Steißlingen begonnen hat und jetzt selbst Bürgermeister von Moos ist, in seiner bewegenden Rede betonte.  

Zum Abschied dankte Ostermaier in einer Rede all seinen Mitstreitern – auch dem Herrgott, denn er sei 40 Jahre gerne Bürgermeister gewesen. Er wünschte seinem Nachfolger Benjamin Mors alles Gute. Dieser wird in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung am 22. Januar, ebenfalls in der Seeblickhalle, in sein Amt eingeführt.

Wie Mors gegenüber dem WOCHENBLATT betonte, sei er schon voller Tatendrang für die bevorstehende Aufgabe.

Mehr Bilder von der bewegenden Verabschiedung gibt es in der Galerie

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr