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Pläne für Bahnhofsvorplatz und Hegaustraße

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Bahnhofsvorplatz ECE
Mit der Umgestaltung des Singener Bahnhofsvorplatzes wird erst 2018 begonnen. swb-Bild: stm

Neuer Abteilungsleiter Straßenbau Uwe Kopf mit vielen Aufgaben

Singen. Im Haushalt 2017 ist die Umgestaltung des Singener Bahnhofsvorplatz für dieses Jahr nicht etatisiert. Vielmehr findet sich darin eine Verpflichtungsermächtigung für 2018 in Höhe von 4,242 Millionen Euro, das heißt mit dem Bau soll 2018 begonnen werden. Auch für den geplanten Bau des Kreisels Bahnhof/Alpenstraße liegt eine Verpflichtungsermächtigung für 2018 in Höhe von 540.000 Euro vor. Grund für den später beginnenden Bau sind die sich hinziehenden Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung und ECE.

Wie Oberbürgermeister Bernd Häusler beim Neujahrsempfang betonte: »Derzeit laufen die Detailverhandlungen mit ECE zur Realisierung des Einkaufszentrums. Wir gehen davon aus, dass nach der Sommerpause der Satzungsbeschluss zum Vorhaben- und Erschließungsplan erfolgen und dann die Baugenehmigung erteilt werden kann.« Noch ist der 100 Seiten umfassende städtebauliche Vertrag nicht ausverhandelt. Auch die Verkaufssumme für das ehemalige Zollareal dürfte hierbei zwischen und ECE für Gesprächsstoff sorgen. Erst nach einem Satzungsbeschluss des Gemeinderates für das Einkaufszentrum könnte eine mögliche Klage der Stadt Konstanz erfolgen, die für weitere Verzögerungen beim Baubeginn sorgen könnte.

Auf den neuen Abteilungsleiter Straßenbau in Singen Uwe Kopf wartet viel Arbeit. Denn als Nachfolger des in Ruhestand gegangenen Erich Müller ist der 51-Jährige ehemalige Leiter des Tiefbauamtes und technischer Leiter der Kläranlage in Waldshut-Tiengen für zahlreiche Projekte mitverantwortlich. »Großes Thema ist das Cano und der damit verbundene Bahnhofvorplatz«, betont Kopf. Als weitere wichtige Arbeitsbereiche nannte er die Erschließung des Schnaidholz, die Neugestaltung der Hegaustraße und diverse Verkehrskonzepte. Auf Nachfrage des WOCHENBLATTs erklärte Kopf, dass die Planung für den Bahnhofsvorplatz stehe. Das Jahr 2017 würde für Vorbereitungsarbeiten genutzt, so wird die Julius-Bührer-Straße von Maggi bis zur Güterstraße für 650.000 Euro saniert. Regina Brütsch lobte dies in ihrer Haushaltrede am Dienstag (siehe unten) explizit: »Wir unterstützen ausdrücklich die Planung der Verwaltung, die Julius-Bührer-Straße vorzutiehen, um für den Umbau am Bahnhofsvorplatz gerüstet zu sein«.

Los geht es mit der Umgestaltung der Hegaustraße im Bereich August-Ruf-Straße bis Erzbergerstraße nach dem Singener City-Fest, das vom 23. bis 25 Juni stattfindet. Während CDU und SPD die Maßnahme explizit lobten, kritisierte Eberhard Röhm (Bündnis 90/Die Grünen) die Kosten »für einen unnötigen Straßenbelag«.

Uwe Kopf geht davon aus, dass die Bauarbeiten »unter Belastung«, natürlich müssen Kunden die Geschäfte weiter erreichen können, im November abgeschlossen seien. Die hochwertige Straße mit granitgesprenkeltem Großpflasterbelag verfüge über fünf große Pflanzquartiere, die auch als Sitzelemente dienen. Von den ehemals angedachten Sitzkieseln wurde bekanntlich Abstand genommen. Kopf kündigte zudem eine Abpollerung in der Hegaustraße bei Karstadt an. Zudem würde es bis auf die Behindertenparkplätze dort keine Parkgelegenheiten mehr geben.

2018 würde die Umgestaltung der Hegaustraße weiter bis zur Scheffelstraße geführt werden. 2019 ist als dritter Abschnitt eine Neugestaltung der Hegaustraße von August-Ruf-Straße bis zur Thurgauerstraße vor dem Haupteingang des Einkaufszentrums geplant. Laut Uwe Kopf werde dieser Abschnitt einen Fußgängercharakter erhalten, auch wenn eine Zufahrtsmöglichkeit nötig sei. Die dort befindlichen Parkplätze würden auf jeden Fall wegfallen.

Wochenblatt @: Stefan Mohr

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