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Planspiele für Stockachs Zukunft

Stadtmarketing Stockach
Bei der Vorstellung des Stadtmarketing-Konzepts im Stockacher Rathaus (von links): Thomas Müller (Senior-Berater Stadt- und Standortmarketing »Gruppe Drei«), Kulturamtsleiter Stefan Keil, Bürgermeister Rainer Stolz, Carolin Deberling (stellvertretende Geschäftsführerin »Gruppe Drei«). swb-Bild: ml

Marketingberater der »Gruppe Drei« stellen Interessensvertretern im Rathaus Konzept für Stadtmarketing vor.

Stockach. Neue Wege für Stockach, in wirtschaftlicher touristischer oder familienpolitischer Sicht - dies waren nur einige der Schwerpunkte, die beim Informationsabend zum Stadtmarketingkonzept für Stockach vorgestellt wurden.

Wie Bürgermeister Rainer Stolz im Rathaus den zahlreichen Interessierten aus Gemeinderat, Wirtschafts- und Interessensverbänden mitteilte, sei das Konzept, die Stadt Stockach für die Zukunft voranzubringen bereits seit vielen Jahren im Fokus gewesen. Um dies mit professioneller Hilfe in Form zu bringen, habe man sich nun an die das Unrternehmen für Standortmarketing »Gruppe Drei« mit Sitz in Villingen-Schwenningen gewandt, damit deren Experten einen Zukunftsplan für Stockach entwickelten.

Wie die stellvertretende Geschäftsführerin, Carolin Deberling, gegenüber der Zuhörerschaft ausführte, lege die Agentur im Fall Stockach großen Wert darauf, unter anderen zu definieren, für welche Werte die Stadt stehe und welche Alleinstellungsmerkmale vorhanden seien.

So hob Deberling hervor, dass zum Beispiel ein Gast ein ganz anderes »Leistungsversprechen« an die Stadt stelle wie zum Beispiel ein »Zugezogener« oder ein Arbeitnehmer. Die Analyse wurde vom Senior-Berater Stadt- und Standortmarketing Thomas Müller ergänzt: Das Unternehmen wolle vor allem die Stärken und Schwächen der Kommune analyisieren und hieraus Grundlagen erabeiten.

So ließ sich aus dem Vorstellungsabend für das Stadtmarketing-Konzept, wie es »Gruppe Drei« künftig in konkrete Formen bringen soll, vor allem entnehmen: Noch befindet sich in Stockach in Sachen Stadtmarketing-Überarbeitung noch vieles am Anfang.
Dies wird von den Analysten nicht als Nachteil gesehen, da hier zunächst vor allem Grundlagen zusammengestellt und Themenfelder, an denen es in Stockach »hakt« gesammelt und identifiziert werden sollen.

»Wir müssen Stockach als Wirtschaftsstandort, Kulturstandort, Lebens-Standort und Einkaufsstandort analysieren«, so Müller.
Was den Anwesenden besonders am Herz lag und auch von den Marketing-Experten zur Sprache gebracht wurde, war der Gegensatz zwischen Ober- und Unterststadt und die Schwierigkeiten, zum Beispiel in der Oberstadt den Einzelhandel zu stärken. Um das Stadtmarketingkonzept nun in einem nächsten Schritt zu den Bürgern zu bringen, kooperieren Stadt Stockach und »Gruppe Drei« bei einem Online-Fragenbogen, der ab sofort unter der Adresse www.stockach.de/befragung verfügbar ist. »Offline« ist der Fragebogen im Amtsblatt erhältlich.

Bei dem Informationsabend im Rathaus konnten Carolin Deuberling und Thomas Müller von »Gruppe Drei« einige konkrete Anregungen zurück in nach Villingen-Schwenningen nehmen. Denn zum Ende ihres Vortrags mit Ideen für die Stadt wurde unter den anwesenden Gemeinderäten und Interessensvertretern eine interaktive Aktion veranstaltet, bei der diese ihre eigenen Anliegen für Stockach, was ihnen für die Stadt am Herzen lag und was sie sich künftig für die Entwicklung der Kommune wünschten, auf Merkblätter notieren konnten, die daraufhin auf einer großen Tafel gesammelt wurden.

Die Ideen waren im Anschluss vor Ort in Themengruppen eingeteilt worden, um die Analyse dieser Zukunftsvisionen für Stockach zu erleichtern. Bis auf weiteres kann in Bezug auf das Stadtmarketingkonzept aber nur beobachtet werden, welche Perspektiven sich künftig noch ergeben werden.

Wochenblatt Redakteur @: Marius Lechler