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»RIZ« erhält »Lea«-Auszeichnung

Türe zur Integration in die Arbeitswelt
In der »Denkerstube« unter dem Dach des »RIZ« hängt bereits eine »Lea«-Auszeichung an der Wand. Nun kommt eine weitere dazu: Wie »RIZ«-Chef Bernhard Bihler erklärte, würde auch die Flüchtlings-Initiative »Türe zur Integration in die Arbeitswelt« jüngst ausgezeichnet. swb-Bild: gü

Flüchtlings-Initiative »Türe zur Integration in die Arbeitswelt« wird geehrt

Radolfzell. Viele reden über die Integration von Flüchtlingen, die Initiative »Türe zur Integration in die Arbeitswelt«, die 2016 von Bernhard Bihler, Geschäftsführer des »RIZ«, und Anatol Hennig, Verlagsleiter des WOCHENBLATTES, ins Leben gerufen wurde, packt das Problem an der Wurzel. Dafür wurde das »RIZ« jüngst mit dem begehrten »LEA - Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg« ausgezeichnet.
Nachdem das Radolfzeller Innovationszentrum um seinen Geschäftsführer bereits 2007 den begehrten »LEA - Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg« mit der Umsetzung eines Jugend- und Familienhotel einheimsen konnte, wird es somit zum »Wiederholungstäter«: Denn auch in diesem Jahr wurde das »RIZ« mit der »Lea«-Auszeichnung geehrt.
Für »RIZ«-Chef Bihler ist die neuerliche Auszeichnung eine große Ehre, wie er im Gespräch mit dem WOCHENBLATT erklärte: »Das ist ein Riesenerfolg für uns. Wir wollen im »RIZ« nicht nur Räume vermieten, sondern auch zeigen, dass man sich auch in der Wirtschaft sozial engagieren muss.« Schließlich gehöre zu jedem Betrieb eine soziale Komponente, denn jeder Betreibe habe mit Menschen zu tun, so Bihler weiter.
Alle zwei Wochen werden seit Juni 2016 in den WOCHENBLATT-Lokalausgaben Radolfzell und Stockach arbeitssuchende Flüchtlinge auf einer Sonderseite mit einem kurzen, aber aussagekräftigen Bewerberkurzporträt vorgestellt, um sie zu vermitteln und um Stellen in den Betrieben und Firmen der Region, die derzeit noch vakant sind, zu besetzen. So kommt zusammen, was zusammen gehört: Die Beschäftigungsgesellschaft des Landkreises Konstanz, die ebenfalls zu den Partnern der Initiative zählt, bringt im Idealfall beide Parteien – sprich den Arbeitsuchenden und den Betrieb – zueinander. »Das Besondere und deutschlandweit einzigartige dabei ist, dass Presse, Politik und Wirtschaft bei dieser Initiative Hand in Hand arbeiten«, sagte Bihler.
Und die Kooperationspartner, die in den vergangenen Monaten stetig neue Unterstützer gewinnen konnten, scheinen auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Seit Beginn der Initiative konnten 14 Flüchtlinge in eine Festanstellung vermittelt werden, sieben haben einen Ausbildungsplatz gefunden und 38 Flüchtlinge wurden in ein Praktikum vermittelt. Insgesamt seinen nach Angaben Bihlers über 100 Bewerbungen bei der Beschäftigungsgesellschaft eingegangen. »Das Portal kann in einem zweiten oder dritten Schritt auch für Menschen mit einem Handicap geöffnet werden«, hofft Bihler, dass die Initiative noch lange erfolgreich zusammenführt, was zusammen gehört: Arbeitsuchende Menschen in Not und Betriebe, die auf der Suche nach Verstärkung sind.
Auch Landrat Frank Hämmerle hob die Bedeutung der Flüchtlingsinitiative hervor: »Für eine gelingende Integration von Flüchtlingen ist deren Vermittlung in Arbeit von grundlegender Bedeutung. Wir freuen uns, dass das Projekt ausgezeichnet wurde. Ganz besonders danke ich allen Projektpartnern für ihre Unterstützung«, so der Landrat.

Wochenblatt Redakteur @: Matthias Güntert