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RMSV Aach holt Gold, Silber und Bronze in Moers

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Spannende und knappe Entscheidungen mit der ein oder anderen Überraschung
Im Bild v. l. n. r.: hinten: Carina, Franziska, Alina, Sarah – vorne Magdalena und Sabrina swb-Bild: Wilfried Schwarz

Spannende und knappe Entscheidungen mit der ein oder anderen Überraschung

Aach. Die Deutschen Hallenradsportmeisterschaften der Elite in Moers unter Corona-Bedingungen waren anderst als in früheren Jahren. Es herrschten die 3-G-Regeln, es waren weniger Zuschauer, die Stimmung im Radball war nicht so lautstark wie gewohnt, nur eine Wettkampffläche, kein Radpolo und auch keine Radball-aufstiegsrunde am Freitag. Insgesamt aber eine entspannte und sehr gute Veranstaltung, was auch die beiden Verantwortlichen des BDR und RKB, Kurt-Jürgen Daum und Jürgen Wirth bei der Übergabe der Präsente an Ralf van Züpthen und sein Team vom GRMSV Moers betonten. „Besondere Umstände erfordern manchmal außergewöhnliche Entscheidungen. Wir waren schon zum wiederholten Mal hier in Moers zu Gast und wir kommen gerne wieder. Was gleich war an der DM wie vor der Pandemie: Spannende und knappe Entscheidungen, ein etwas welliger Boden und es heißt auch in diesem Jahr: Die Hallenrad-DM hat ihre eignen Gesetze und so gab es die ein oder andere Überraschung. Die letzten WM-Tickets für Stuttgart sicherten sich: Max Maute (Tailfingen), Lara Füller (Poppenweiler), Nico Rödiger/Lea-Victoria Styber (Langenselbold) und Bernd und Gerhard Mlady (Stein). Die Titelträger 2021: 1er Kunstrad: Lara Füller (Poppenweiler) / Lukas Kohl (Kirchehrenbach)  - 2er Kunstrad: Caroline Wurth/Marie-Sophie Wöhrle (Gutach)/ Serafin Schefold/Max Hanselmann (Öhringen/TV) – 4er Kunstrad Frauen: VfH Worms mit Nora Erbenich, Sabrina Born, Hannah Rohrwick, Annika Furch / offene Klasse: RKV Denkendorf mit Leonie Weber, Julia Wörner, Tamara Richter, Mike Lauterbach – 6er Kunstrad: RMSV Aach Alina Bötzer, Franziska Bötzer, Sara Bötzer, Carina Paukstadt, Magdalena Jurisch, Sabrina Bürßner – 4er Einrad: RMSV Aach Alina Bötzer, Franziska Bötzer, Magdalena Jurisch, Sabrina Bürßner – 6er Einrad: RSV Soli Reuth mit  Marie Fischer, Vanessa Schwarz, Linda Barnickel, Annika Stumpf, Veronika Lurz, Tina Katholing – Radball: RMC Stein: Bernd und Gerhard Mlady. Die Aacher DM-Bilanz kann sich bei 4 Starts sehen lassen: 2 x DM-Gold, 1 x DM-Silber und 1 x DM-Bronze. „Wir sind mit der Ausbeute in Moers sehr zufrieden“, so Aach Cheftrainerin Katja Gaißer. „Klar hätten wir gerne auch im 6er Einrad geben, aber da war das Glück auf der Seite von Reuth. Jetzt müssen wir schauen wer von den Sportlerinnen in 2022 weiterfährt, denn nach der DM ist vor der DM.“ Dennis Auer (Nenzingen) fährt im 1er auf Platz 10 und im 2er zusammen mit Verena Auer auf Platz 7.

Kompletter DM-Medaillensatz am Freitag.

Gleich in der ersten Disziplin, dem 4er Einrad gab´s für Aach die erste Medaille. Es sollte gleich der DM-Titel und damit DM-Gold Nr. 156 in der Vereinsgeschichte. 11 Mannschaften waren angetreten, der Favoritenkreis war recht groß. Die Titelfindung glich einem Krimi, den der Altmeister des Krimis Alfred Hitchcock nicht hätte besser inszenieren können. Steinhöring setzte die erst Marke mit 125,10, Mörfelden erhöhte dann auf 130,73. Reuth, Roth und Esslingen reihten sich dahinter ein. Flonheim fuhr sehr gute 130,47 und hatte damit eine Medaille sicher, denn das Aacher Team hatte die höchste Punktzahl eingegeben und somit als letzter am Start. Sabrina Bürßner, Alina Bötzer, Franziska Bötzer und Magdalena Jurisch hatte ihr Programm noch leicht reduziert, in dem sie eine Drehung rausnahmen. Gekonnt spulten sie Übung für Übung ab. Bei 130,91 – neue Bestleistung- blieb die Anzeige stehen, als sie von ihren Einrädern abstiegen. Nach kurzem Bangen ob´s für den Titel reicht kam die Erlösung. Platz 1 und Deutscher Meister ganz knapp vor Mörfelden und Flonheim. Die Freude war groß.

Danach folgte im 6er Einrad eine kleine Enttäuschung. Im 6er Einrad waren 5 Sextetts angetreten. Reuth setzte hier mit 115,61 die Messlatte gleich zu Beginn sehr hoch an. Roth (96,23) und Mörfelden (110,88) konnten diese nicht knacken. Auch hier waren die Aacherinnen die letzten Starter. Alina Bötzer, Franziska Bötzer, Sarah Bötzer, Magdalena Jurisch, Sabrina Bürßner und Carina Paukstadt zeigten einen flüssigen und harmonische Vortrag. Als sie von der Fläche gingen lagen sie noch knapp vor Reuth. Das nächste Gold? Banges Warten, bis das Ergebnis feststand. Nach einer kurzen Diskussion im Kampfgericht erfolgte noch eine leichte Ergebniskorrektur nach unten, sodass es mit ausgefahrenen 114,59 DM-Silber wurde, hinter den neuen Deutschen Meisterinnen aus Reuth. Bronze sicherte ich der SkV Mörfelden (110,88).

Ein Zitterpartie glich die Entscheidung im 4er Kunstrad. Nur 189,73 Punkte in der Vorrunde, waren zu eigentlich zu wenig um ins abendliche Final-Four zu kommen, denn noch kamen sechs Vierer nach dem Aacher Start. Doch Steinhöring und Wiednitz hatten nicht ihren besten Tag, sodass Alina Bötzer, Carina Paukstadt, Franziska Bötzer und Sabrina Bötzer zusammen mit Worms, Mainz-Ebersheim und Flonheim in Final-Four um die Medaillen kämpfen durften. Hier wurden die Karten neu gemischt. Und sie fuhren ohne Absteiger durch. 193,05 war das eine Medaille? Flonheim brachte anschließend 190,42 auf die Fläche. Damit war Bronze sicher. Den Meistertitel gewann Worms mit 208,87 Punkten ganz knapp vor Mainz-Ebersheim (207,52) und Aach.

Im 1 er Kunstrad der Männer hatte Dennis Auer (Nenzingen) keinen guten Tag erwischt. Absteiger kosteten wertvolle Punkte, sodass er am Ende mit 66,19 Punkten und Platz 10 zufrieden sein musste. Den Titel holte wie erwartet Weltmeister Lukas Kohl (Kirchehrenbach/204,7) vor Marcel Jüngling (Dornheim/194,08) und Tim Weber (Böhl-Iggelheim/189,69).

DM-Samstag – Start im 6er Kunstrad- Das 2. DM-Gold.

Am 2. Tag der Hallenrad-DM in Moers holte der 6er Kunstrad mit Alina Bötzer, Carina Paukstadt, Franziska Bötzer, Magdalena Jurisch, Sarah Bötzer und Sabrina Bürßner DM-Gold. Sie gewannen mit 169,59 Punkten nach einer kämpferischen Fahrt den Deutschen Meistertitel. Zwei kritische Situationen waren zu überstehen, bei denen Cheftrainerin Katja Gaißer recht laut „Tret, Kämpf und Steh“ rufen musste. Mit dem Kampf nicht vom Rad zu fallen konnten die Sechs bei der Siegerehrung das Schwarz-Rot-Goldene Trikot als Zeichen des Meisters überstreifen sowie die Goldmedaille um den Hals hängen lassen. Dahinter folgten Mainz-Ebersheim (166,10) und Neuenkirchen (133,84). Das war der 157. Deutsche Meistertitel in der Vereinsgeschichte!!! 

Im 2er der offenen Klasse waren Dennis und Verna Auer (Nenzingen) am Start. Die Aussichten auf eine Medaille waren gleich Null. Auf einem Rad klappte alles mit ein paar Wacklern und dem nötigen Kampf. Dann der Wechsel auf 2 Räder. Auch hier lief alles gut, bis zur Steiger rückwärts Mühle mit Schleifen. Da mussten beide vom Rad. Der Rest bis zum Schluss lief dann wieder gut. Am ende blieben von 113,7 eingereichten Punkten 66,50 Punkte übrig. Somit Platz 7. Den DM-titel holten sich die Weltmeister Schefold/Hanselmann (Öhringen) vor Rödiger/Styber (Langenselbold) und Tisch/Stapf (Magstadt/Denkendorf).

Quelle: Wilfried Schwarz

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