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Ruine Hohentwiel ab Samstag wieder offen

Hohentwiel
Der Hohentwiel im Portrait von Wochenblatt-Leser und Fotograf Willi Albrecht, der seinen Hausberg auch so lange nur aus der Ferne erleben konnte.

Umfangreiche Sicherungsarbeiten endlich abgenommen und abgeschlossen

Singen. Am Samstag, 11. Juli, ist es soweit: Die Festungsruine Hohentwiel öffnet endlich wieder ihre Tore. Das gaben am Donnerstagnachmittag die Medienstelle der Stadt Singen und »Schlösser und Gärten« des Landes bekannt.

Im April 2019 musste der Weg zur Ruine geschlossen werden, weil man wegen Steinschlaggefahr die Steilhänge entlang der Wege sichern musste. In der Folge musste das Jubiläums-Burgfest und Hohentwielfestival ober auf der Karlsbastion dort abgesagt werden. die Konzerte wurden auf den Rathausplatz verlegt. Jetzt konnte das Amt Konstanz von Vermögen und Bau Baden-Württemberg die langwierigen Arbeiten abschließen. Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg starten daher am Wochenende wieder den Besucherbetrieb in der weitläufigen und eindrucksvollen Anlage hoch über dem Hegau.

Mehr als ein Jahr Arbeiten zur Sicherung

Während die Karlsbastion mit ihrer Aussicht und die das Infozentrum mit der Ausstellung zur Festungsruine und ihrer Geschichte und dem großen Modell schon seit der Wiedereröffnung nach der Coronazeit wieder zugänglich waren, musste der Weg hoch aufs Plateau der Festung  noch einige Wochen gesperrt bleiben. Der Grund: Aus einem der felsigen Abhänge entlang des Aufstiegs hatten sich im letzten April erstmals Felsbrocken gelöst. Seither war der Zugang zur Hochfläche des Vulkankegels aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das zuständige Amt Konstanz von Vermögen und Bau Baden-Württemberg ließ Spezialfirmen die Stabilität der Hänge entlang der Wege prüfen – und es erwies sich, dass die Arbeiten umfangreicher als anfangs angenommen waren.

Umfangreiche Sicherungsarbeiten am Fels

Nach rund 8 Monaten Bauzeit konnten die Felssicherungsarbeiten endlich freigegeben werden, erläutert Edwin Dalibor, der stellvertretende Amtsleiter des Amtes Konstanz von Vermögen- und Bau Baden-Württemberg. Die Sicherungskosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro. Dabei wurden 26 Felsnägel, ein Stahldrahtgeflecht mit 180 m² und ein Geröllfangzaun mit 22 m verbaut. Zuletzt gab es eine weitere Verzögerung, da Nachbesserungsarbeiten nötig waren. Und zuletzt musste noch der Maschinenring mit Mäharbeiten in Aktion treten, das die Pflege des Grüns in der Ruine ja auch für 15 Monate nicht möglich gewesen war. Die Rauchentwickung am Montag durch das Verbrennen des Grünschnitts war da sozusagen das Signal gewesen, dass die Eröffnung unmittelbar bevorsteht.

Sicherheit der Gäste immer im Vordergrund

„Unendlich froh“ ist Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. „Die Sicherheit der Gäste steht natürlich im Vordergrund – und dass wir nun rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien wieder unseren Besucherinnen und Besuchern das schönste Panorama Baden-Württembergs öffnen können, ist das perfekte Timing“. Der Hohentwiel ist eines der beliebtesten Ausflugsziele im Süden des Landes: rund 80.000 Gäste ersteigen das Plateau der Festungsruine in normalen Jahren. Die Ruinen der riesigen Festungsanlagen sind ein suggestives Erlebnis und der erloschene Vulkankegel ist zugleich ein Naturschutzgebiet mit ganz eigener Flora und Fauna, erschlossen von einem Netz von Spazier- und Wanderwegen. Vor allem an klaren Tagen ist die Aussicht überwältigend und umfasst den Bodensee und die Gipfel der Schweizer Alpen.

Service und Information

Aktuelle Informationen zum Monument und Öffnungszeiten gibt es unter www.festungsruine-hohentwiel.de 

Wochenblatt @: Oliver Fiedler