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Schon 60 Prozent Mieterquote beim Cano

Cano Marcus Janko
ECE-Projektleiter Marcus Janko stellt die Pläne für das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum »Cano« in Singen vor. swb-Bild: stm

Baukosten 160+ Millionen Euro – Eröffnung wohl im Herbst 2020

Singen. Mit der Unterschrift unter die am Dienstag vom Singener Gemeinderat bewilligte Baugenehmigung von ECE-Projektleiter, Marcus Janko, werden die Gelder für die bislang optionierten Grundstücke für das Einlaufs- und Dienstleistungszentrum in Singen sowohl an private als auch städtische Seite fließen, teilte Janko am Mittwoch bei einer Medienkonferenz im Rathaus mit. Auch die Stadt in Person von Oberbürgermeister Bernd Häusler freut sich auf einen Geldregen für den Verkauf des Zollareal, das bekanntlich für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, der zeitgleich umgebaut wird, genutzt werden soll.

Das Großbauprojekt von ECE für 160+ Millionen Euro, so Janko, mit knapp 16.000 Quadratmeter solle nun mit großen Schritten vorangehen, sodass »Cano« 2020 eröffnet werden könne. Sein Bauchgefühl sage Herbst, aber man arbeite mit Hochdruck an einer Eröffnung im Frühjahr.  

Los geht es mit Vorarbeiten schon in einem Monat, Mitte Juni. Baubeginn werde im Juli sein, dann erfolge beginnend vom Zollareal die Abbrucharbeiten. Wahrscheinlich für die 2. Juliwoche ist eine große Bürgerinformation geplant. Dann würden auch erste Namen von Mietern genannt, kündigte Janko an.  

Mit der bislang erreichten Mietquote von 60 Prozent sei er sehr zufrieden, auch mit dem Mietermix, der auch zahlreiche neue Konzepte für Singen beinhaltet. In diesem Stadium eines solchen Projekts sei die Quote normalerweise bei 30 bis 40 Prozent. Die Gegenzeichnung für die Mietverträge erfolge Ende des Jahres, so Janko. Es seien auch Mieter aus Singen und der Region darunter, jedoch meist mit einem 2. Konzept zudem bestehenden Geschäft.  

Besonders vom gastronomischen Angebot, ob bei der Außengastronomie sowie der verglasten mit vielfältigen Mobilar ausgestatteten Food-Lounge, schwärmt der ECE-Projektleiter – dies sei mit Stuttgart vergleichbar. An allen Ausgängen zur Innenstadt und zum Bahnhofsplatz, mit der das Center sehr gut vernetzt sei, befinden sich Gastronomieangebote. Janko verspricht sich insgesamt eine Belebung der City durch das Center. Etwa 80 Shops werden kaufwillige Kunden anlocken. Wunschkandidat als Ankermieter im Center sei Unterhaltungselektronik, so Janko. Im Basement sind zwei Lebensmittelmärkte geplant. Auch angesagte Shops will er noch nach Singen holen, deshalb müsse man flexibel sein.  

Sowohl Janko als auch OB Häusler sprachen bei der Medienkonferenz mehrfach den transparenten Prozess seit 2014 an, der durch den regen Austausch ein immer hochwertigeres Center ergeben habe. 30-40 Entwürfe seien bis zur Endfassung der Baugenehmigung, die fünf Aktenordner umfasst, diskutiert worden. Erfreulich sei, dass die große Herausforderung der Aussparung des Cafe Hansers durch den Zukauf des hinteren Grundstücks nochmals optimiert worden sei. Wie am Hotel Victoria das detailgetreu wieder aufgebaut würde, freue sich Janko beim Cafe Hanser über den hierdurch bedingten Wiedererkennungseffekt.  

Janko machte zudem deutlich, dass Verkehrsstörungen weder während der Bauphase noch nach der Eröffnung im Sinne des Investors seien, der deshalb alles daransetze diese zu vermeiden. Laut könne es allerdings zwischen Ende Juli bis November während der schweren Abbrucharbeiten werden, dann sei auch verstärkt mit LKW-Fahrten zu rechnen, so Janko weiter. Im Juli soll auch die Thurgauerstraße zwischen Hotel Victoria und Bahnhofstraße gesperrt werden.

Schon im Dezember diesen Jahres soll mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. Der Bau werde von hinten nach vorne wachsen und 2019 werde man schon sehr viel sehen können. Immer wieder würden Baustellenführungen während der Bauphase angeboten. Schließlich wolle man bis zur Eröffnung die positive Grundstimmung für das Center in Singen noch weiter verbessern, dankte Janko auch all jenen, die schon zu Beginn sich deutlich für das Cano in Singen ausgesprochen haben.             

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr