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Schulmädchen an offener Tuberkulose erkrankt

Symbolbild
Symbolbild: bmbf

Gesundheitsamt informiert und untersucht das Umfeld des betroffenen Kinds

Konstanz. Bei einem in Konstanz wohnhaften Schulkind wurde eine offene Lungentuberkulose festgestellt.Das gab die Medienstelle des Landratsamt Konstanz am Freitagnachmittag bekannt.

Das Gesundheitsamt des Landkreises ermittelt und kontaktiert derzeit engere Kontaktpersonen, war auf Anfrage des WOCHENBLATT zu erfahren. Über das Alter, die Herkunft, die Schule, die das Kind besuchte,  könne aus Gründen des Datenschutzes keine Auskunft gegeben werden. Er werde aktuell im Umfeld des Mädchen informiert, um diese Personen im Anschluss auf eine mögliche Ansteckung hin zu untersuchen und eine Weiterverbreitung der Tuberkulose zu verhindern. Infrage kommen dafür vor allem nahe Angehörige, FreundInnen und MitschülerInnen.

Die Lungentuberkulose wird durch Bakterien ausgelöst und durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Ansteckungsfähigkeit des Erregers ist im Vergleich zu der einer Grippe aber deutlich geringer. Ob es letztlich zu einer Ansteckung kommt, hängt unter anderem davon ab, wie lange und intensiv ein Kontakt mit der erkrankten Person stattgefunden hat. Gefährdet sind vor allem die Personen, die einen längeren Zeitraum zusammen mit dem Erkrankten in einem Raum verbracht haben, so das Gesundheitsamt in der Medienmitteilung.  Eine Übertragung des Erregers durch gelegentliche Kontakte oder Kontakte im Freien findet in der Regel nicht statt.

Die Lungentuberkulose ist eine sich zumeist langsam entwickelnde Erkrankung. Nach einer Ansteckung kommt es häufig erst nach einigen Monaten, manchmal auch erst nach Jahren zu einer manifesten Erkrankung, die sich durch lange anhaltenden Husten, Fieber, Nachtschweiß Kräfte- und Gewichtsverlust kennzeichnet. Besonders bei Kindern kann die Infektion relativ lange unentdeckt bleiben. Der Erkrankung stehen wirksame Medikamente zur Verfügung.

Tuberkuloseerkrankungen hierzulande sind in der Regel mit Flüchtlingsströmen verbunden. So wurde zum Beispiel in der Folge des Jugoslawien-Konfliks ein Anstieg in Deutschland registriert, und auch um Zuge der jüngsten Flüchtlingswelle ab 2015. So gab es in 2015 11 neue Infektionen, in 2016 19 Fälle und in 2017 26 Fälle durch das Gesundheitsamt festgestellt, wie in diesem Jahr durch das Gesundheitsamt in einer Kreistagssitzung durch den Leiter des Gesundheitsamts informiert wurde.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler