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Schweizer Feiertag kann dieses Jahr wieder nicht stattfinden

Schweizer Feiertag
2021 kann der Schweizer Feiertag zum zweiten Mal nicht stattfinden. Die neue »Notbremsen«-Regelgung erlaubt keine Planungen über längere Zeithorizonte mehr. swb-Bild: Archiv/Lechler

Organistoren mussten angesicht der unkalkulierbaren Perspektiven die Reißleine ziehen

Stockach. Die Stadt Stockach als Veranstalter des Stadtfestes „Schweizerfeiertag“ sagt auch in diesem Jahr das Stadtfest, geplant vom 18. – 21. Juni, aufgrund der Corona-Beschränkungen ab. Auch 2020 musste das Fest ja wegen der Veranstaltungsverbots ausfallen.

Die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundeskanzlerin stehen kurz vor einer Novellierung des Infektionsschutzgesetzes, das die sogenannte „Notbremse“ ab eine Inzidenz von 100 verpflichtend vorsieht. Darüberhinaus ist aktuell nicht definiert, ob, wann und unter welchen Voraussetzungen Veranstaltungen durchgeführt werden können. »Das macht die Planungen für ein Stadtfest quasi unmöglich«, so der Kulturamtsleiter Stefan Keil am Montag.

Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung und vom Verein Handel, Handwerk und Gewerbe als Mitveranstalter, haben sich deshalb zur Absage des Schweizerfeiertages 2021 entschlossen. Das Stadtfest wird ersatzlos entfallen, eine Terminverschiebung kann nicht stattfinden, weil dazu die Rahmenbedingungen fehlen.

Der Termin für das Stadtfest 2022 steht aber schon fest: der Schweizerfeiertag findet dann vom 24 bis zum 27. Juni 2022 statt, so das möglich sein wird. Bürgermeister Rainer Stolz: „Wir sehen unser Stadtfest als eine Großveranstaltung. Wenn aktuell die 5 Personenregel gilt und erneut über Aussgangssperren diskutiert wird, dann können wir uns nicht vorstellen, dass in gut zwei Monaten ein unbeschwertes Stadtfest über die Bühnen gehen kann und gehen darf.«

Sein Dank gilt erst mal allen Beteiligten, die in den Startlöchern standen und auch den Sponsoren, die ihr Engagement bereits zugesagt hatten.

Hauptamtsleiter Hubert Walk: „Wir als Veranstalter, unsere Partner und die Vereine müssten jetzt in die teilweise kostenintensiven Detailvorbereitungen gehen. Mit der Absage zum jetzigen Zeitpunkt möchten wir Klarheit schaffen und den Schaden für alle Beteiligten möglichst geringhalten.“

Siegfried Endres, Verein HHG: „Unser Team bedauert die Absage sehr. Unter den gegebenen Umständen bleibt uns aber keine andere Wahl. Wir hoffen, dass das Fest im nächsten Jahr dafür umso schöner wird.“ Kulturamtsleiter Stefan Keil: „Mein Herz blutet, dass wir unser Stadtfest erneut absagen müssen, das Festprogramm stand fest. Wir versuchen nun, mit den Bands, Künstlern und allen Beteiligten Verträge für 2022 zu machen und rechnen mit weitgehendem Verständnis.«

Wochenblatt @: Oliver Fiedler