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Sieben neue Stolpersteine in Singen

Stolpersteine
Sieben neue Stolpersteine sollen in Singen am kommenden Dienstag verlegt werden. Die letzte Aktion fand im Juli 2016 statt. swb-Bild: of/Archiv

Verlegung am nächsten Dienstag unter anderem für Ernst Thälmann und Maximilian Seebacher

Singen. Seit Gründung der Initiative »Stolpersteine für Singen – gegen Vergessen und Intoleranz« 2009 wurden in Singen etwa 60 Steine verlegt. Gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig sollen am nächsten Dienstag, 20. Februar, sieben weitere Steine in die Straßen eingelassen werden, kündigte die Initiative an.

Die offizielle Übergabe der Stolpersteine an die Stadt Singen erfolgt um 13 Uhr an der Görresstr. 4 (einer Seitenstraße von Am Posthalterswäldle): Zum Gedenken an Julius Bader.

»Für uns ist das ein wichtiges Zeichen der Erinnerung und ein Signal gegen den Antisemitismus und rechtsradikale Tendenzen, die auch heute immer wieder aufflammen. Gerade die Steine, die wir für die Frauen und Männer verlegen, die im Widerstand aktiv waren, zeigen, dass es wichtig ist, hinzustehen und für Frieden und Toleranz einzutreten.«, erklärt Hans-Peter Storz, Sprecher der Gruppe.

Weitere Stolpersteine werden für Maximillian Seebacher (Am Posthalterswäldle 55), Hans und Johanna Kaiser (Scheffelstr. 15), Ernst Thälmann, Rosa Thälmann und Irma Vester (Rielasinger Str. 180) verlegt. Zudem lädt die Initiative »Stolpersteine für Singen« zu dem Film »Die Frauen von Ravensbrück« mit anschließender Diskussion mit der Regisseurin Loretta Walz am Mittwoch, 21. Februar um 19.30 Uhr in den Ratssaal, der Stadt Singen ein. Der erste umfassende Dokumentarfilm über das größte Frauen-Konzentrationslager der NS Geschichte wurde 2006 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler