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Singener SPD schlägt Alarm wegen Kripo-Verlegung

Kripo Singen
Singen als Standort des Kriminaldauerdienstes ist erneut stark in Gefahr. swb-Bild: of/Archiv

Krimininal-Dauerdienst soll bis 2020 nach Tuttlingen gehen

Singen. Das Thema kursiert seit einigen Wochen schon im Hegau, doch offizielle Stellungsnahmen aus der Politik gab es dazu bislang nicht. Nun hat auch die Singener SPD Fraktion Kenntnis davon erhalten, dass die Landesregierung im Zuge der Polizeireform der letzten Reform offensichtlich auch recht kurzfristig plant, den Kriminaldauerdienst am Standort Singen nach Tuttlingen zu verlegen.

 

Laut den Informationen der Singener SPD soll es in Singen spätestens ab 2020 keinen kriminalpolizeilichen Standort mehr geben. Darüber hinaus soll die Kripo in Konstanz weitere Abteilungen nach Rottweil in das dann neu zugeschnittene Polizeipräsidium Konstanz abgeben. "Abgesehen von personellen Problemen und der Zeitverzögerung würde dies auch dazu führen, dass der gesamte Landkreis Konstanz kriminalpolizeiliche Wüste werden würde, da der Kriminaldauerdienst des jetzigen PP Konstanz eine große Rolle in der Ausbildung von jungen Kriminalbeamten spielt", bezieht die Singener SPD-Fraktion dazu Stellung.

Bereits Ende März solle die Vorlage im Kabinett in Stuttgart behandelt werden, hat Regina Brütsch als Fraktionssprechin in zwischen Erfahren. Nach Ansicht der SPD Fraktion handelt es sich bei der erneuten Absicht zur Verlagerung und Schwächung des Landkreis Konstanz um ein politisches Geschenk innerhalb der CDU an den Justizminister und Tuttlinger Landtagsabgeordneten Guido Wolf.  Bekannterweise hatte sich für die Reform der Reform der Polizeistrukturen im Land auch Tuttlingen als Standort für das Polizeipräsidium hier in der Region beworben gehabt, kam aber nicht zum Zug.

"Alle sachlichen Gründe sprechen eindeutig für die Präsenz der Kripo im weitaus bevölkerungsreicheren Landkreis Konstanz als Kriminalschwerpunkt, nicht zuletzt aufgrund der Grenznahe", so die Stellungnahme der Singener SPD-Fraktion, die die Stadt Singen sowie die politischen Gremien im Landkreis Konstanz auffordert, sich vehement für den Erhalt der Standorte in Singen und Konstanz einzusetzen.

 

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler