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Singens Kultur macht gemeinsame Sache

Museumstag
Christoph Bauer, Ulrike Veser, Gabriele Unbehaun-Maier und Simone Wari vom MAC, Ralph Stephan vom Hegau Museum, Kulturamtsleiterin Catharina Schäufele und OB Bernd Häusler im Singener Kunstmuseum. swb-Bild: of

„Internationaler Museumstag“ zum Start der „SingenKunst7“

Singen (of). Der „Internationale Museumstag“ am 21. Mai soll in Singen in der zweiten lokalen Auflage zu einem großen Auftritt genutzt werden. Nachdem bei der Premiere im letzten Jahr doch viele Besucher in die Museen und Galerien gelockt werden konnten, wird in diesem Jahr der Aktionstag gleich auch mit einem Neustart des Singener Kunstvereins verbunden. Wie im Rahmen einer Medienkonferenz am Dienstag durch die erst vor wenigen Wochen zur neuen Vorsitzenden des Singener Kunstverein gewählten Ulrike Veser bekannt gegeben wurde, kann sich der Kunstverein an diesem 21. Mai, 11 Uhr, mit seiner siebten Ausstellung „SingenKunst“ präsentieren. Und weil es das siebte Format ist, gibt es unter dem Titel „Spurensuche“ hier 7 & 7 Künstler. Mit Barbara Ehrmann, Harald F. Müller, Miriam Prantl, Stefanie Krüger, Peter Riek, albertrichard Pfrieger und Simone Kappeler eben sieben Künstler, mit denen der Verein schon länger verbunden ist und die auch schon Jahresgaben gefertigt hatte. Mit Barbara Ambs, Willi Bucher, Katrin Günther, renata Jaworska, Giovanni Proietto, Markus Schwier und Veronique Verdet steht dem ein Künstler-Septett gegenüber, das hier im Museum erstmals zu sehen sein wird. Es seien natürlich Künstler auf die man schon ein Auge geworfen habe, sagte Museumsleiter Christoph Bauer, der in der Jury mitwirkte. Die Künstler seien nun vom Verein eingeladen worden. „Wir sind dankbar, dass sich das doch sehr kurzfritig so umsetzen ließ,“, sagte Singens OB Bernd Häusler hier auch als stellvertretender Vorsitzender des Kunstvereins. Und weil der Zeitrahmen recht eng gesteckt war durch den Vorstandswechsel und dessen Vorspiel, wird es einen Katalog zur Ausstellung erst am 21. Juni mit einer eigenen Präsentation geben. „Im Katalog soll ja diese Ausstellung dokumentiert werden, deshalb kann er erst während der Ausstellung hier entstehen“, verriet Ulrike Veser. Deshalb werde der katalog bestimmt auch anders als die Vorgängerausgaben, auch wegen des knappen Budgets.

Die Vernissage geht an diesem Tag sozusagen gleich in den internationalen Museumstag über. Daran sind wie bei der Premiere das Hegau-Museum, die Galerie Vayhinger wie das „Museum Art & Cars“ beteiligt – ebenfalls zum Thema Spurensuche. wie Kulturamtsleiterin Catharine Scheufele informierte.  Im Hegau Museum bedeutet, das, dass hier besonders Familien mal selbst ausgraben dürfen, alte Knochen und Mosaike, die sozusagen ein Puzzle der Geschichte sind. Spezialisten erklären zudem, wie die Archäologen Überreste der Vergangenheit lesen gelernt haben.

Die Galerie Vayhinger präsentiert ihre Ausstellung „Museums vs. Salon“ von Norbert Fleischmann, die am Samstag, 13. Mai, 17 Uhr, eröffnet wird – und in der unsere Wahrnehmung durchaus auf die Probe in semantischer Weise auf die Probe gestellt werden dürfte.

Das Museum Art & Cars hat aktuell gleich drei Ausstellungsformate zu bieten: „Farbe / Form/ Geschwindigkeit“ im Finale mit sehr auserwählten Jaguars und der Malerei von Hermann Wiehl, der temporäre Bildhauergarten von Yvonne und Dominik Schleich, wie Marcella Lassen’s „Ikonen“. An diesem Tag gbit es auch spezielle Familienführungen, verriet Gabriele Unbehaun-Maier den Medienvertretern vorab.

Im Singener Kunstmuseum wird es wieder eine der begehrten Magazinführungen geben (Anmeldung wegen begrenzter Personenzahl im Museum unter 07731/85271 nötig) es gibt Führungen durch die Ausstellungen und von 12 bis 18 Uhr die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, selbst kreativ mit Pinsel und Farbe tätig zu werden.

Das beste kommt bekannterweise dann zum Schluss: um 17 Uhr wird im Stadtgarten das Kunstwerk „The Golden Apples“ von Ilya Kabakov 17 Jahre nach seiner Installation während der Landesgartenschau nun nochmals eingeweiht. Der von einigen Jahren geklaute Kronzekorb wie auch die gestohlenen Äpfel in der Wiese wurden wie das Original nochmals in Italien gegossen, und das ist schon ein richtiges Fest statt, zumal Kabakov die Rekonstruktion dieses golden glänzenden Werks selbst begleitet hat, sie Christoph Bauer nicht ohne Stolz bemerkte.

Mehr Details unter www.singen-kulturpur.de

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler