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"Spangenzug" könnte für Viertelstundenstakt sorgen

Symbolbild Seehas Nacht
Symbolbild Seehas Nacht/ of

Antrag der CDU-Fraktion auf 365/7/24-Seehas hätte ernorme finanzielle Folgen

Kreis Konstanz. Das Thema "mehr Seehas" treibt die CDU im Landkreis schon länger um um war nun auch Gegenstand eines erneuten Antrags im Kreistag. Die Christdemokraten wollten wissen, was an Investitionen nötig wäre, um den Seehas mit Seehäsle und der S-Bahn nach Schaffhausen an 365 Tagen die ganze Woche über und auch 24 Stunden anzubieten um damit eine attraktive Alternative im ÖPNV zu schaffen. Die Zahl, die im Landratsamt ermittelt wurde, ließ freilich doch einige schlucken. 2,94 Millionen Euro müssten dafür jährlich für zusätzliche Kilometer bezahl werden, 1,45 Millionen Euro alleine für die Seehas-Strecke. Mit dem Antrag war auch die Frage verbunden, wie ein Viertelstundentakt zumindest zu den Stoßzeiten umgesetzt werden könnte.

Beschlossen wurde in der Sitzung nun erst mal, das Amt für Nachverkehr damit zu Beauftragen, durch "Taktauffüllungen" mehr Angebot zu bekommen in den Randzeiten. Auch soll das Seehäsle Abends länger fahren und zu Stoßzeiten einen Halbstundentakt bekommen um dort attraktiver für die Fahrgäste zu werden.

Prüfen könne man aber zum Thema Viertelstundentakt, ob es nicht möglich sein könnte, den von der SBB geplanten "Spangenzug" von St. Gallen nach Basel in der Verbindung Konstanz-Singen bereits vorziehen könnte, wurde in der Sitzung durch Verkehrs- und Ordnungsdezernent Boris-Alexej Neugebauer vermeldet. Der Zug soll eigentlich erst mit dem Abschluss der Elektrifizierung der Hochrheinbahn starten und dann eine Schnellverbindung unter der Umgehung von Zürich für die SBB bieten.

Zusammen mit den besehenden Verbindungen der Schwarzwaldbahn wäre dann ein Viertelstundentakt möglich mit zwei "langsamen" und zwei "schnellen" Zügen jede Stunde. Den Antrag, dies zu prüfen hatte die FDP-Fraktion gestellt gehabt und Dr. Georg Geiger von der Fraktion war auch in erste Verhandlungen mit dem Verkehrsministerium mit eingebunden, das den Plänen positiv gegenüber stehe. Das Ergebnis einer zweiten Gesprächsrunde solle noch in diesem Jahr im Kreistag vorgestellt werden, zeigte sich Dr. Geiger zuversichtlich. Eine Umsetzung könnte frühestens im Dezember nächsten Jahres erfolgen, wenn der Fahrplanwechsel ansteht.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler


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