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Spielen mit Stahl

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Künstlerische Geschwister: eine schwarze Zeichnung mit Pastellkreisen und schwarzen geschweißten Stahl. swb-Bild: Nikolaus Brade, © VG Bild-Kunst, Bonn und Andrea Zaumseil

Andrea Zaumseil stellt in Singen aus

Singen (of/swb). Andrea Zaumseil zählt zu den interessantesten Künstlerinnen aus dem deutschen Südwesten: geboren 1957 in Überlingen am Bodensee, in Berlin lebend und an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale) lehrend, wurde 2015 mit dem Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg für Bildende Kunst ausgezeichnet. Die längst in ganz Deutschland bekannte und geschätzte Bildhauerin im Bodenseeraum vorzustellen, heißt eigentlich Eulen nach Athen zu tragen.
Dennoch: Eine umfassende Einzelausstellung ihrer »vorgestellten Räume, Behausungen, Körper und Landschaften« (Andrea Zaumseil) in der Euregio Bodensee, die beide Werkbereiche – die Stahlplastiken ebenso wie die großformatigen Pastellkreidezeichnungen – gleichberechtigt vorstellt, steht aus.
Das Kunstmuseum Singen schließt nun diese Lücke. In den neuen Ausstellungsräumen des Kunstmuseums erhalten die Arbeiten der Künstlerin weiten Raum und können bewundert werden.
In beiden Gattungen fasziniert das Wechselspiel aus Licht und Dunkel, Lockung und Bedrohung, Realem und Fiktiven, das Zaumseils künstlerische Haltung so unverwechselbar macht. »Entdeckt« für unsere Region wurde Andrea Zaumseil seinerzeit übrigens vom Galeristenpaar Vayhinger, seinerzeit in der Galerie in Möggingen.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der erstmals die Quellen der Bildfindung Andrea Zaumseils aufdeckt: Andrea Zaumseil – Unbetretbare Orte. Zeichnungen, Fundstücke, Texte. Mit Texten von Volker Adolphs, Christoph Bauer, Ruth Diehl und Andrea Zaumseil.

Wochenblatt Redakteur @: Oliver Fiedler

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