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St. Peter und Paul freut sich auf seine neue Orgel

Orgel St. Peter und Paul
Freude ob der neuen Orgel für St. Peter und Paul (vordere Reihe v..r.) bei Bezirkskantor Georg Koch, Gemeindereferentin Petra Götz-Oelke, Projektleiter Rudi Jaques, Pfarrer Jörg Lichtenberg und Jean-Sébastien Thomas (Junior-Chef des gleichnamigen belgischen Orgelbauers). swb-Bild: stm

Das WOCHENBLATT berichtet exklusiv über Aufbauarbeiten

Singen. Wer in diesen Tagen die Kirche St. Peter und Paul aufsuchen will, steht vor einer verschlossenen Kirchentür. Denn in der Stadtkirche wird seit Montag die neue Orgel aufgebaut. Im Inneren arbeitet die Spezialfirma aus Belgien Manufacture dórgues Thomas. Sie hat die hinteren Kirchenbänke abgebaut und einen Möbelaufzug installiert, über den die schweren Einzelteile auf die Empore gebracht werden. Die Arbeit geht geräuschlos voran, die Orgelbauer, die sich beim Ausschreibungsverfahren gegen drei andere Firmen durchgesetzt haben, wissen was sie zu tun haben. Im nächsten Jahr werden sie in Freiburg die Orgel in St. Martin bauen.

Erst zwei Tage vor Weihnachten wird die die St. Peter und Kirche wieder geöffnet, kündigte Pfarrer Jörg Lichtenberg im Gespräch mit dem WOCHENBLATT an. Doch die Arbeiten der Orgelbauer gehen im neuen Jahr weiter. Schließlich sei mit dem 40 Tonnen Laster am Montag erst die halbe Orgel angeliefert worden.
Bis Ende Januar soll der technische Aufbau abgeschlossen sei, ergänzt Bezirkskantor und Erzbischöflicher Orgelinspektor Georg Koch. Nach der Vorintonation in Belgien werden dann ab Januar die Pfeifen der neuen Orgel von St. Peter und Paul eingesetzt.

Dann muss sich die Orgel noch an das Klima gewöhnen, erklärt Pfarrer Lichtenberg. Im Frühjahr, wenn die Temperatur kontinuierlich bleibt und die Heizperiode zu Ende sei, werden dann die Kirchenbesucher ihren Klang genießen können. Die Orgelweihe wird am Patrozinium von St. Peter und Paul am 5. Juli stattfinden, freut sich Gemeindereferentin Barbara Götz-Oelke.

Laut dem Orgelsachverständigen Georg Koch, handelt es sich um einen technischen Neubau: Das Gehäuse und das Pfeifenwerk der alten Orgel aus dem Jahr 1908 werden übernommen. Neu sind das Gerüstwerk, Windlade und die Mechanik. Zudem werde die Orgel, nach den Umbauten von 1960 und 1985, auf die ursprüngliche Breite von 1908 zurückgeführt, so Koch. Für ihn harmoniert die »konsequent im Stil gebaute Orgel des Spätbarocks perfekt mit dem Kirchenraum«. Auch wenn die Register wesentlich kleiner seien als beim Vorgänger werden sie den Raum von St. Peter und Paul sehr gut ausfüllen.

Schon seit über 20 Jahren gebe es Überlegungen, für eine neue Orgel, erinnert sich Pfarrer Jörg Lichtenberg. Schließlich sei eine Orgel eine Investition in die Zukunft, die eine Lebenszeit von 100 Jahren und mehr hat. Nachdem die Entscheidung 2015 fiel, wurden sukzessive schon Vorarbeiten in Sachen Statik, Elektrik und vom Stuckateur ausgeführt. Für den Leiter der Seelsorge ist es wichtig, dass eine Reparatur der alten Orgel nicht im Verhältnis zu dem Nutzen gestanden hätte. Schließlich habe die alte Orgel zu eng an der Wand gestanden, sodass sich aufgrund der fehlenden Luftzirkulation Schimmel am Orgeluntergehäuse gebildet habe, ergänzt Koch. Für Pfarrer Lichtenberg geht es um eine musikalische Begleitung des Gottesdienstes – auch bei Veranstaltungen der Stadtkirche wie in der Museumsnacht oder bei Advent im Fadenkreuz. Konzerte würden hauptsächlich in anderen Kirchen wie der Herz-Jesu-Kirche stattfinden.

Wochenblatt @: Stefan Mohr


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