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Stadthalle Singen soll Impfzentrum für den Landkreis werden

Stadthalle Symbolbild
Die Stadthalle soll ab 15. Januar das Impfzentrum für den Landkreis Konstanz werden. swb-Bild: of/ Archiv

Start für 15. Januar angekündigt / Zusätzliche Mobile Impfteams für Pflegeeinrichtungen

Singen. Die Singener Stadthalle soll Kreisimpfzentrum für den Landkreis Konstanz werden. Über diese Entscheidung informierte am Mittwochabend die Pressestelle der Stadt. Sozialminister Manne Lucha hatte am Nachmittag die Standorte im ganzen Land bekannt gegeben.  Singen hatte sich als Beitrag zur raschen Bewältigung der Corona-Pandemie beworben und den Zuschlag bekommen. Im Landkreis hatten auch noch Konstanz mit dem Bodenseeforum und Radolfzell eine Bewerbung abgegeben. Wie das Sozialministerium informierte, sei die Entscheidung in Abstimmung mit dem Städte- und Gemeindetag wie dem Landkreistag gefällt worden.

In einer ersten Reaktion dazu sagte Oberbürgermeister Bernd Häusler: »Wie wir gehört haben, sollen wir nun Impfzentrum für den Landkreis werden. Eigentlich ist ja unsere Stadthalle für ihre tollen Kulturveranstaltungen und Tagungen weit über die Region hinaus bekannt. Aber durch Corona können wir sie nun nicht in der gewohnten Art nutzen. Deshalb halte ich es für gut und sinnvoll, dass wir alles dafür tun und dazu beitragen, damit wir bald wieder zu einem normalen Leben zurückkehren können, in dem unsere Stadthalle dann auch wieder ein Ort der Kultur und der unbeschwerten Begegnung sein kann“, so Singens Stadtoberhaupt.

Derzeit wird ein Start großflächiger Impfungen für den 15. Januar angekündigt, wenn die entsprechenden Impfstoffe zugelassen sind. „Nun werden wir im nächsten Schritt mit dem Land über die Zeitdauer und die Details wie den Abläufen und den Mietzins für die Nutzung von Räumen in der Halle sprechen. Jedenfalls hoffen wir sehr, dass wir mit der Bereitstellung unserer Stadthalle einen sinnvollen Beitrag leisten können, um das Coronavirus wirksam bekämpfen zu können“, fügt OB Häusler hinzu.

Der CDU-Landtagsabgeordnete MdL Karl Romach frelich hätte mit seinen Abgeordnetenkollegen Guido Wolf und Stefan Teufe ein Zentrales Impfzentrum für den Landkreis Konstanz und die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg gerne gesehen, das bereits Mitte Dezember eingerichtet würde. „Wir kritisieren, dass es nicht gelungen ist, einen der beiden Standorte in Südbaden für Zentrale Impfzentren näher an die Landkreise Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Rottweil sowie den Landkreis Konstanz anzubinden“, schrieben die drei CDU-Landtagsabgeordneten, „Es wäre sachgerecht und angemessen, etwa am Standort Villingen-Schwenningen, zum Beispiel auf dem Messegelände, ein weiteres „Zentrales Impfzentrum“ für Südbaden zu errichten.“

Wie Rombach weiter informierte, soll das Impfzentrum an der Stadthalle Singen täglich von 7 bis 21 geöffnet haben und rund 800 Impfungen pro Tag leisten können. Ab dem Frühjahr sollen die Impfungen über die Hausarztpraxen abgewickelt werden.

Die Kliniken des Gesundheitsverbunds hatten am Dienstag angekündigt, dass sie ihr Personal in autarken Aktionen impfen lassen wollen. Wie dies geregelt wird, sei derzeit noch in Abstimmung, so das Sozialministerium.

Flankierend zu den Impfzentren werde es zudem mobile Impfteams geben, die sogenannten „aufsuchenden Angebote“, zum Beispiel für Pflegeheime oder andere Wohneinrichtungen. Ein Teil der vulnerablen Gruppen werde vor allem auf aufsuchende Angebote zur Impfung angewiesen sein. Daher stellten die mobilen Impfteams eine wichtige Ergänzung zu den geplanten Zentren dar, wenngleich die Umsetzung logistisch herausfordernd ist, so das Sozialministerium abschließend.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler