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Startschuss für Begegnungsstätte

Tag der Demokratie
Der Verein »Unser Buntes Engen« setzt sich dafür ein, den Engener Bürgern die kulturelle Vielfalt im Ort erlebbar zu machen, so wie hier 2018 bei einem afrikanischen Abend mit Saf Sap New Generation. swb-Bild: Archiv

»Unser Buntes Engen« lädt zu einer kleinen Feier am »Tag der Demokratie« ein

Engen. Im Jahr 2007 rief die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Internationalen Tag der Demokratie ins Leben. Unter dem Motto »Demokratie – ich bin dabei!« sind in diesem Jahr am Samstag, 19. September, Jugendliche und Erwachsene eingeladen, sich für Demokratie stark zu machen, sich einzumischen und für Demokratie zu werben.

In Baden-Württemberg beteiligen sich rund 20 Gemeinden mit gemeinsamen Aktionen: Die anwesenden Menschen stellen sich zu einem Buchstaben des Slogans auf, Fotos davon werden später zusammengefügt und online veröffentlicht. Zusätzlich können Stoff-Fahnen mit Slogans, Comics oder Graffiti zum Thema Demokratie gestaltet werden, aus den schönsten entsteht eine Ausstellung.

In Engen organisiert der Verein »Unser Buntes Engen« den Tag der Demokratie, auf den sich Vereins-Vorstand Ajmal Farman diesmal besonders freut: »Wir nehmen diesen wichtigen Tag zum Anlass, den Startschuss für unsere lang ersehnte Begegnungsstätte zu geben«, verrät er und erklärt: »Mit der Begegnungsstätte in der ehemaligen Käfer-Fahrschule und damit mitten im Herzen von Engen löst unser Verein sein Versprechen ein, dem Gefühl des Zusammenhalts zwischen Engenern und Migranten, das sich bei den Länderabenden 2017/18 entfaltet hat, langfristig eine Heimat zu geben. Es ist zwar noch nicht alles fix und fertig, aber einen ersten Eindruck können sich alle Interessierten bereits machen.«

Los geht es um 11 Uhr auf dem Don-Camillo-Platz mit einem Bläser-Ensemble der Stadtmusik. Bei der Foto-Aktion, der Präsentation von Plakaten, die Engener Kindergärten sowie die Kinderwohnung Kunterbunt im Vorfeld gestaltet haben und im Info-Mobil des Demokratischen Zentrums zu sehen sind, kann sich jeder aktiv beteiligen. »Luftballons werden wir mit Rücksicht auf unsere Natur nicht steigen lassen, die dazu gehörenden Karten können aber dennoch ausgefüllt und abgegeben werden. Wir sammeln diese und veröffentlichen die Inhalte anonymisiert auf unserer Homepage. So geht kein Gedanke zum Thema Demokratie verloren«, so Farman.

Nach einem Grußwort des Bürgermeisters Johannes Moser wird die Begegnungsstätte symbolisch eröffnet. Anschließend besteht die Möglichkeit, miteinander anzustoßen, sich unter Berücksichtigung der Coronabedingten Hygieneregelungen auszutauschen und einen ersten Blick in die Räumlichkeiten zu werfen.

»Ein großes, buntes Bürgerfest ist unter den gegebenen Umständen zwar nicht möglich, aber wir wollen mit dem nötigen Abstand und gleichzeitig mit viel Gemeinschaftssinn diesen Tag nutzen. Schließlich ist unsere Begegnungsstätte gelebte Demokratie«, sagt Farman. »Sobald wir im Spätherbst startklar sind, freuen wir uns darauf, dass sich Menschen in der Begegnungsstätte zwanglos treffen können. Wir werden Beratungen, Vorträge und Kurse anbieten für Junge wie Senioren, für Menschen mit und ohne Behinderung, für Alteingesessene und Neuankömmlinge.«

Wochenblatt @: Graziella Verchio