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Staufer-Medaille in Gold für Christoph Hönig

Staufermedaille
Mit der Staufermedaille in Gold wurde Christoph Hönig am Donnerstag in Mühlingen durch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch geehrt. Mit im Bild Bürgermeister Thorsten Scigliano für den Sitz des Unternehmens, Bürgermeister Matthias Weckbach aus Bodman Ludwigshafen für den Wohnort Hönigs, Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger und Erster Landesbeamte Philipp Gärtner als Vertreter des Landrats. swb-Bild: of

Staatsekretärin Gurr-Hirrsch kommt zur Verleihung eigens nach Mühlingen

Mühlingen. Das war ein "großer Bahnhof" trotz des kleinen Kreises, in dem die Ehrung vorgenommen wurde. Denn am Donnerstag wurde Christoph Hönig durch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch im Auftrag des Ministerpräsidenten die Staufer-Medaille in Gold verliehen. Es ist die höchste Ehrung, die das Land vergeben kann.

Hönig habe sich diese Würdigung eigentlich mehrfach verdient, denn der Eierproduzent habe mit vielen Ideen für neue Wege in der Landwirtschaft gesorgt. Über sein Unternehmen, dass er mit seiner Schwester Marjan Renner mit derzeit knapp 40 Mitarbeitern an inzwischen mehreren Standorten im Landkreis, unter anderem seiner "Gläsernen Produktion" in Eigeltingen hinaus betreibt, und das er von seinen Eltern übernommen hatte und ausbaute, hat Hönig zum Beispiel die "08er"-Gruppe initiiert, die rund 40 Produzenten vereint, welche durch ihre Größe die großen Lebensmittelhändler wie Edeka oder Rewe mit Produkten der Heimat beliefern können und damit dem Verbraucher auch mehr landwirtschaftliche Produkte aus der Heimat anbieten können. Hönig gehört auch zu den Gründern der Initiative "Huhn & Hahn", bei der männliche Küken mit Groß gezogen werden und später auch das Fleisch verwertet werden kann. Ebenso war Hönig schon 2004 einer der Mitbegründer der Initiative "Gutes vom See" gewesen, die auch grenzüberschreitend für eine Vermarktung regionaler Produkte sorgte, neben dem Lebensmittelhandel auch für die Gastronomie und an Großküchen, hob die Staatsekretärin in ihrer ausführlichen Würdigung hervor.

Der Familienbetrieb, den Christoph Honig von seinen Eltern übernommen hatte, ist mit seiner Packstation inzwischen nicht nur das Herz für die inzwischen vier Produktionsstandorte für die Produktion im "Gläsernen Stall" oder Freilandhaltung, sondern auch der virtuelle Umschlagsplatz für die Vermarktung der Eier der "8er-Gruppe" so dass hier rund 2,5 Milliarden Eier für den Südwesten Deutschlands gehandelt werden, von denen natürlich die wenigsten tatsächlich hier verpackt werden. Die Packstation in Mühlingen hat eine Kapazität von rund 250.000 Eiern am Tag. Ein Teil der Eier wird inzwischen in "pinke" Kartons verpackt, die als Tierwohl-Label ganz neu sind. Was die Eierproduktion angeht, sieht Friedlinde Gurr-Hirsch hier im Land durchaus noch "Luft nach oben". Der Selbstversorgungsgrad mit Produkten aus dem eigenen Land liege bei Hühnereiern gerade mal bei 40 Prozent.

Bei seiner Begrüßung hob Bürgermeister Thorsten Scigliano den Stolz der Gemeinde hervor, ein solches Vorzeigeunternehmen hier vor Ort zu haben. Die Gemeinde habe mit ihrem Kampf um bessere Breitbandversorgung ihre Teil dazu beigetragen, das hier ein virtuelles Zentrum er landwirtschaftlichen Vermarkt entstehen konnte. Scigilano mahnte auch daran, in Sachen Bürokratie Maß zu halten, denn das nehme er in Gesprächen mit Landwirten als größtes Hemmnis war. Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger zeigte sich stolz, einen Landwirt mit so viele Innovationskraft hier im Wahlkreis zu haben, der die regionale Vermarkung von Lebensmitteln weit voran gebracht hatte. Philipp Gärtner als erster Landesbeamter und Vertreter des Landrats überbrachte die Grüße von Michael Baldenhofer, der bei den "Plenum"-Projekten gerade in der Anfangszeit in Christoph Hönig einen starken Ideengeber gefunden hatte, was das Vorzeigeobjekt "Gutes vom See" mit zum Erfolg gemacht hat. 

Christoph Hönig zeigte sich sehr bewegt über die Ehrung, für die er sich noch ein wenig jung fühle, weil sie eher auf Lebenswerke abzielt. Er hob die Unterstützung seiner Familie in inzwischen drei Generationen besonders hervor und meine auch, dass es noch so manchen Idee geben, die mit entsprechenden Partnern umgesetzt werden könnte. Einziger Wermutstropfen sei, dass aufgrund der Corona-Einschränkungen nur der engste Kreis an der Verleihung teilnehmen konnte. Viele Partner aus den Projekten, zum Beispiel aus der "08er-Gruppe mit ihren 40 Betrieben.

Wochenblatt @: Oliver Fiedler