Stadtentwicklungsplan und Schlüsselprojekte in Radolfzell vorgestellt
»STEP 2030« soll kein Märchenbuch sein

STEP 2030 | Foto: OB Martin Staab erklärte bei der offiziellen Vorstellung des »STEP 2030« unter anderem das Dilemma in Sachen Kapuzinerweg.swb-Bild: gü
  • STEP 2030
  • Foto: OB Martin Staab erklärte bei der offiziellen Vorstellung des »STEP 2030« unter anderem das Dilemma in Sachen Kapuzinerweg.swb-Bild: gü
  • hochgeladen von Redaktion

Radolfzell. Der Stadtentwicklungsplan ist fertig und wartet darauf, in den kommenden Jahren in die Tat umgesetzt zu werden, 1,5 Jahre wurde am »STEP 2030« gearbeitet, ehe er der Bürgerschaft in einer Informationsveranstaltung im Milchwerk offiziell vorgestellt wurde: 46 Ziele, 14 Schwerpunktprojekte und über 500 Einzelmaßnahmen umfasst er. Oberbürgermeister Martin Staab verdeutlichte, dass Radolfzell einen Stadtentwicklungsplan, der als Handlungsmaxime und Leitschnur diene, gebraucht hatte. Denn nur wenn man wisse, was die wichtigsten Ziele sind, können Haushaltsmittel wirkungsvoll eingesetzt werden. Deshalb dürfe der »STEP 2030« auch kein Märchenbuch bleiben, hob OB Staab hervor.
Kapuzinerareal: Hier stand OB Staab vor einem Dilemma. Gerne hätte der Rathauschef die dem Rat bereits bekannten Ideen öffentlich präsentiert, doch die Investoren haben diesem Vorhaben - bedingt durch den Abbruch des Verfahrens durch den Gemeinderat - aufgrund des Wettbewerbsrechtes nicht zugestimmt. Doch aus seinen Ausführungen ginge hervor, dass nicht alle Investorenideen im Gemeinderat und in der Verwaltung auf Gegenliebe stieß. OB Staab sprach von »Bergkuppen«, »Raumschiffen« und »deutschen Ritter-Gebäuden«. »Die drei besten Vorschläge hätten aber Qualität ins Kapuzinerareal gebracht«, betonte Staab.
Seeufer: Am Vorhaben die Mole aufzuwerten, halte man weiterhin fest. Ab 2019 soll das Projekt nach Angaben Staabs beginnen, denn zu diesem Zeitpunkt laufen die derzeitigen Pachtverträge aus. Erste kleinere Maßnahmen wie etwa der Grillplatz, der Wasserspielplatz oder das neue Bootshaus seien bereits realisiert wurden. Zudem habe der Gemeinderat jüngst einem Wettbewerb für die Molenentwicklung zugestimmt.
Seezugang: OB Staab rechnet damit, dass die jahrelange Diskussion über einen attraktiven Seezugang bis Ende 2017 beendet sein wird. Bis zum Ende des Jahres soll der Rat seiner Einschätzung nach zu einem Ergebnis gekommen sein. Ob es hierbei untendurch oder obendrüber gehen werde, wisse er nicht. Zudem sprach er davon, dass ein Stadtsteg oder ein Herzensteg nach wie vor als Alternativen gelten.
Kur/Mettnau: »Der Bebauungsplan der Mettnau wurde aufgestellt, ohne an die Flächen des Strandbades oder des Tennisclubs zu gehen«, sagte Staab. Das bedeute, dass man bei dem Vorhaben, die Mettnau-Kur baulich zu erweitern, weiter in die Höhe gehen müsse, da die Flächen des Bades und des TC‘s - wie vom Rat beschlossen - unangetastet bleiben müssen.
Zum Thema Parken vertritt Staab eine unmissverständliche Meinung: »Illegales Parken wird es nicht mehr geben.« Denn Wildparken könne nicht das Ziel auf der Mettnau sein. Er betonte aber auch, dass Niemand den Radolfzellern ihr Strandbad wegnehmen wolle, doch Badegäste könnten ruhig den Shuttlebus der Stadtwerke nutzen.

- Matthias Güntert

Autor:

Redaktion aus Singen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.