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Strom tanken in Aach

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Die E-Lade-Station wurde von Bürgermeister Manfred Ossola (re) und Stefan Kempf, Geschäftsführer des EW Aach sowie Stephan Einsiedler von der ENBW (Mitte) in Betrieb genommen. swb-Bild: Rapp / Stadt Aach

Stadt knüpft mit EnBW-Ladesäule das Ladenetz im Norden des Landkreises dichter

Aach. Das Netz öffentlicher Stromtankstellen in der Region wird dichter. Am Mittwochnachmittag nahm Bürgermeister Manfred Ossola auf dem Parkplatz des Netto-Markts eine Ladesäule der EnBW für die Stadt symbolisch in Betrieb. Auf den beiden reservierten Stellplätzen stehen Fahrern von Elektroautos jetzt je zwei Wechselstrom-Anschlüsse vom Typ 2 mit bis zu 22 Kilowatt (kW) Leistung zur Verfügung.

„Bei den neueren E-Mobilen bringt eine halbe Stunde Laden je nach Fahrweise bis zu 50 Kilometer Reichweite“, erläuterte dazu Stefan Kempf, Geschäftsführer des EW Aach und Leiter Kommunale Beziehungen im Bodenseeraum bei der EnBW. Der Zugang zu den Ladepunkten erfolgt am einfachsten mit der „EnBW mobility+ App“ oder mithilfe handelsüblicher RFID-Karten. Die App biete zudem die Möglichkeit, mit dem Smart-Phone an allen Stationen des Energieversorgers und weiteren über 30.000 Ladepunkten des größten Ladenetzes in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu „tanken“. Sie lotst außerdem zu freien Anschlüssen und bietet Nutzern von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor eine Simulation, ob die Nutzung eines E-Mobils sinnvoll wäre.

Für Aachs Bürgermeister bedeutet die Elektromobilität auch einen Beitrag zur Energie- und Verkehrswende. „Ein leistungsfähiges, flächendeckendes Ladenetz ist Voraussetzung dafür, dass daraus eine Erfolgsgeschichte werden kann. Wir handeln dabei auch ganz bewusst als Vorreiter“. Der Gemeinderat hatte im Zuge der Haushaltsplanberatungen für die Investition grünes Licht gegeben. Auf Anraten von EnBW Kommunalberater Stephan Einsiedler hatte die Stadt noch erfolgreich Fördermittel der Bundesregierung beantragt.

„Bei der Wahl des Standorts schien uns das Angebot auf dem Netto-Parkplatz geradezu ideal“. Der liege nicht nur verkehrsgünstig, sondern erlaube zudem, die Ladezeiten ganz in der Nähe mit Einkäufen, Erledigungen oder auch zu einer Tasse Kaffee in der Gastronomie zu nutzen. „Wir bedanken uns bei dem Grundstückseigentümer und dem Netto-Markt als Pächter des Grundstücks für die gute Zusammenarbeit und die Unterstüt-zung in der Planungsphase des Vorhabens und natürlich wünschen wir uns auch, dass der eine oder andere Elektromobilist den Weg in die historische Altstadt oder zur Aachquelle findet“.

Während das Ladenetz in Seenähe oder der Stadt Singen schon weit entwickelt ist, bestehen im nördlichen Kreisgebiet durchaus noch Lücken. Weitere öffentlich zugängliche Stationen finden sich in Engen, an der Raststätte Hegau, in Eigeltingen und Stockach. Die neue Säule in Aach schließt damit eine Lücke an der L194. Auffinden lassen sich alle an die gängigen Bezahl-Systeme angeschlossenen Ladepunkte mit der EnBWApp www.enbw.com/mobility-app. Auf Daten aus der ‚Crowd‘ basiert www.goingelectric.de/stromtankstellen/.

Wochenblatt Redakteur @: Ute Mucha

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