- Anzeige -

Tengener Narren ernten Lachsalven

#mehrzumthema: Fastnacht 2018
Bunte Palette
Hohes Koordinationsvermögen stellten die Mitglieder des Elferrates bei der Bunten Palette unter Beweis, indem sie zeigten, welchen Berufen sie gerne nachgehen würden, wenn sie nicht auf der Bühne stünden. swb-Bild: dh

Beste Unterhaltung bei der 54. Bunten Palette

Tengen. »Usem Feschte kummt mer des Johr gar numme usi« bemerkte direkt zu Beginn der 54. Bunten Palette in Tengen das Lembuddler-Maidle Paula Mick mit Blick auf das volle Programm der diesjährigen Tengener Fastnacht. Die Gäste des Narrenvereins Kamelia wurden von der Jungnärrin gekonnt auf das Bunte Programm des Abends eingestimmt, zu dem Zunftpräsident Michael Grambau nicht nur viele Tengener begrüßen konnte sondern auch Vertreter von Patenzünften aus allen Himmelsrichtungen.

Nach dem Burgnarrentanz gab es zunächst einmal Worte des Dankes für die Helfer und Organisatoren der Narrentage, mit denen das 125-jährige Bestehen des NV Kamelia dieses Jahr über drei Tage gebührend gefeiert worden war. Hier zeigte sich auf eindrucksvolle Weise wie viele Helfer nötig sind um ein so großes Projekt zu stemmen. »Gemeinsam schaffen wir großartiges«, stellte Zunftpräsident Michael Grambau treffend fest.
Nach dem Tanz der Garde, die freilich nicht ohne Zugabe von der Bühne entlassen worden war, philosophierte Nikolaus Weber in Gestalt eines einfachen böhmischen Soldaten mit ganz viel Augenzwinkern über die »zwei Möglichkeiten«, die sich wie ein roter faden durch das Leben ziehen.

Natürlich bekamen auch die Nachbarorte ihr Fett weg. Darüber, dass die Watterdinger ihrer Vorliebe für »Asbach-Cola« an den Narrentagen nicht frönen konnten machten sich nicht nur die beiden Ansager Yannick Brake und David Böhm lustig. Bürgermeister Marian Schreier glänzte mit einem Überraschungsauftritt und stellte in der Bütt wieder unter Beweis, dass er durchaus zu Selbstironie, sich und seinen sozialdemokratischen Parteigenossen gegenüber, fähig ist. So gestand er beispielsweise, dass es so viele Rote Flaschen wie kurz zuvor bei den Ehrungen verteilt worden waren sonst nur im SPD-Parteivorstand gebe. Eigentlich habe er gar nicht auftreten wollen an diesem Abend »aber ich bin ja bekanntermaßen Sozialdemokrat und wenn man nur lange genug wartet, dann ändern die ihre Meinung«, scherzte er und attestierte auch seinem Parteikollegen Martin Schulz »nachgewiesene Flexibilität in allen Entscheidungsfragen«.

Den beiden als Bauarbeitern verkleideten Ansagern, die zuvor schon mit den vielen tiefen Schlaglöchern kokettiert hatten hielt Schreier entgegen, dass das größte Schlagloch in Tengen der Sitz von Zunftpräsident Michael Grambau im Gemeinderat gewesen sei, weil der so oft auf Grund der Vorbereitung der Narrentage leer geblieben wäre. Lacher kassierte auch die Gruppe Witwen, die nach dem Motto »Wir sind wieder mal zu haben« das Ableben ihrer lästigen Ehemänner besangen.

Was die Mitglieder des Elferrats täten, wenn sie nicht auf der Bühne stünden zeigten sie in einer witzigen Choreographie, die einiges an Koordinationsvermögen verlangte.
Für gute Unterhaltung sorgten außerdem »die drei Tenöre -reloaded«, die »Heißen Feger« von der Burgnarrentanzgruppe und die »Pechvögel« von Ewald Müller.

Weitere Bilder gibt es hier: https://www.wochenblatt.net/wb-bewegt/bildergalerien/2018/februar/album/54-bunte-palette-in-tengen/

Wochenblatt @: Dominique Hahn

#mehrzumthema: Fastnacht 2018

- Anzeigen -