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Umbau des Amtsgerichts in vollem Gange

Amtsgericht Daun
Der Direktor des Amtsgerichts Singen, Johannes Daun, erklärt die Bauarbeiten beim Amtsgericht. Im Hinergrund der große Gerichtssaal, der ab September für Verhandlungen wieder zur Verfügung stehen wird. swb-Bild: stm

Erster Bauabschnitt soll im September fertig sein

Singen.  Im September soll der Umbau des etwa 25 Jahre alten Neubaus am Amtsgericht angeschlossen sein, kündigte der Direktor, Johannes Daun, in einem Pressegespräch am Freitag an. Noch fehlen der verglaste Vorbau und die Sicherheitsschleuse im Eingangsbereich. Dort wird die Wachmeisterei ihren Platz haben. Schließlich sind die im letzen Frühjahr begonnenen Umbauarbeiten, die gut voran geschritten sind, keine Sanierungsmaßnahmen, sondern dienen der Ertüchtigung des Brandschutzes und vor allem auch der Sicherheit, so Daun weiter. So soll etwa das Treppenhaus komplett eingehaust werden und nur das Erdgeschoss für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Während der Umbauphase wurde übrigens ein größerer Saal im Altbau zum Gerichtssaal umfunktioniert, erzählt Daun in seinem Büro.  

Ab September geht der Umbau des Amtsgerichts weiter. Dann soll der unter Denkmalschutz stehende Altbau mit Blick auf Brandschutz und Sicherheit umgebaut werden. Daun hofft, dass die Bauarbeiten dort bis Frühjahr 2021 abgeschlossen sein werden.  

Überdies hat der Direktor die Wunschvorstellung, dass durch den Neubau eines dritten Gebäudes das Amtsgericht an einem Standort an der Erzbergerstraße vereint wird. Dies würde die Aufteilung der Wachtmeisterstellen wesentlich vereinfachen, wie angekündigt, wurde beim Amtsgericht Singen seit letztem Jahr eine Stelle auf nun drei Wachtmeister aufgestockt.  

Ausdrücklich lobt Daun die Zusammenarbeit mit allen Institutionen und handelnden Personen in der Region, was seine Arbeit wesentlich erleichtere. Ebenso erfreulich der merkliche Rückgang bei Zivilsachen hat sich weiter fortgesetzt, waren es im Jahr 2012 noch 1.447 Fällen auf 1.001 Zivilsachen im Jahr 2017, fiel der Wert 2018 auf 987. Einen Anstieg gab es bei den Strafbefehlsanträgen von 1.108 im Jahr 2017 auf  1.205 im Jahr 2018. Vor dem Schöffengericht wurden 69 Fälle verhandelt. Viel Arbeit bereiten Daun die vielen Bußgeldverfahren im ersten Quartal 2019, entweder Geschwindigkeitsübertretungen und Mobilfunk am Steuer in Höhe von 80 bis 100 Euro. Dennoch bleibt er seine Devise treu, nicht zu schnell Verfahren einzustellen.  

Wochenblatt Redakteur @: Stefan Mohr